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Vitaminpillen Unnötige Ergänzung

Die Deutschen nehmen zu viel Magnesium und Vitamin A in Pillenform ein. Vor allem Frauen greifen zu den Mitteln aus Drogerien und Apotheken, zeigt eine Studie.

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In deutschen Apotheken, Drogerien und Handelsketten sind Vitamine und Mineralstoffe in Tablettenform ein fester Bestandteil des Sortiments, bei dem reichlich zugegriffen wird. Laut der Nationalen Verzehrsstudie II leistet sich jeder vierte Bundesbürger regelmäßig solche Produkte. Rechnet man die gelegentlichen Einkäufe hinzu, ist der Anteil der Konsumenten vermutlich noch höher.

Die Tageshöchstmengen werden überschritten

Eine Auswertung des Max Rubner-Instituts in Karlsruhe hat nun gezeigt, dass vor allem diejenigen zu Vitamin- und Mineralstoffpillen greifen, die dies gar nicht nötig haben, weil sie sich ohnehin schon gut ernähren. Bei dieser Gruppe ist daher auch eine Überversorgung möglich. Besonders bei Magnesium und Vitamin A werden regelmäßig die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit angegebenen, tolerierbaren Höchstgrenzen überschritten. Bei der nationalen Verzehrstudie II hatten sechzehn Prozent der Befragten mit Vitamin- und Mineralstoffkonsum zusammen mit dem, was sie sonst noch gegessen und getrunken hatten, ein über die Tageshöchstmenge hinausgehendes Quantum an Magnesium zu sich genommen. Dreizehn Prozent hatten die Tageshöchstmenge für Vitamin A überschritten.

Am häufigsten nehmen Frauen Nahrungsergänzungsmittel ein. Ältere greifen eher zu als Jüngere. Von den über 65-Jährigen konsumiert fast jede zweite Frau und fast jeder dritte Mann regelmäßig Nahrungsergänzungsmittel. Bei den Männern ist der Anteil der Nutzer in den oberen sozialen Schichten höher als in den unteren und mittleren Schichten. Am seltensten greifen 15- bis 18-jährige Frauen und 19- bis 24-jährige Männer zu Nährstoffpillen aus dem Verkaufsregal. Besonders häufig werden Vitamin C und E sowie die Mineralstoffe Magnesium und Calcium eingenommen. Lediglich bei Jod liegt die Zufuhr auch mit den Nahrungsergänzungsmitteln unter der empfohlenen Tagesmenge.

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Quelle: F.A.Z.

 
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