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Studien zu Alternativen ADHS ohne Medikamente behandeln

 ·  Weltweit überprüft man Therapien für die Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung ADHS, die ohne Arzneimittel auskommen. Eine Übersichtsstudie zeigt nun, wie wenig aussagekräftig die Forschung zu dem Thema noch ist.

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Dirk Perschbacher

Schauen Sie Herr Weiss...

Zuerst einmal erlauben Sie die Frage wodurch, Ihrer Meinung nach, der signifikante Anstieg der ADHS-Diagnosen innerhalb weniger Jahre zu begründen ist? Weiterhin wieviele "echte" ADHS Patienten, mit einer wirklich massien Störung, sind darunter und wieviele zeigen nur Verhaltensauffäligkeiten? Ich habe mit allen Fällen schon zu tun gehabt und empfinde es als perfide diese Medikamente als "Segen" zu bezeichen, wenn dann für die Pharmaindustrie. Natürlich haben diese Medikamente ihre Berechtigung, aber nicht wenn man sich damit seiner Verantwortung als Eltern aus Bequemlichkeit entzieht. Es gibt keinerlei Studien, die ausschliesslich, selbst bei massiven Störungen, nur auf eine medikamentöse Behandlung abstellen. Auch Bachblüten, Sport, Zuwendung etc. können zu einem Therapieerfolg beitragen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.02.2013 09:02 Uhr
Walter Weiss
Walter Weiss (wwweiss) - 27.02.2013 09:02 Uhr

Placebo

Was den signifikanten Anstieg der Diagnosen anbelangt, kann ich keine qualifizierte Aussage treffen. Denkbar ist auch ein entsprechender Anstieg der Diagnosen selbst, nicht des Auftretens. "Burn-Out" wurde vor Jahren nie diagnostiziert, trotz des sicherlich schon existierenden Auftretens.
Mir ging es um die quasi als Beißreflex oft einsetzende Verteufelung von Medikamenten. Diese sind in schweren Fällen ein Segen. Was hier gesagt wurde (von wegen Koffein+Placebo) ist dummes Zeug, ebenso auf Placebos wie Bachblüten zu vertrauen. Ein massives Ungleichgewicht im Neurotransmitterhaushalt bekommt man damit nicht ausgeglichen.
Sie haben selbstverständlich recht in der Feststellung dass Zuwendung und Sport zu einem Therapieerfolg beitragen können, insbesondere in minderschweren Fällen.

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Closed via SSO

Schenkt den Kindern mehr Aufmerksamkeit - und es gibt daran kein Defizit mehr.

...

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Walter Weiss
Walter Weiss (wwweiss) - 26.02.2013 09:08 Uhr

Schauen Sie...

...sich mal in der Praxis einen Fall von echtem, ausgeprägtem ADHS an.
Versuchen Sie einmal eine Stunde lang, mit einem solchen Kind zu arbeiten.
Spätestens dann kommt die Erkenntnis, dass Medikamente hier ein Segen für *alle* Beteiligten sein können.
Dies nur an die Adresse derjenigen, die glauben, man könne mit Aufmerksamkeit, Sport und vielleicht noch Bachblüten eine massive Störung kurieren.

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25.02.2013, 10:46 Uhr

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