Menschen, die dazu neigen, sich selbst zu verletzen, sterben früher als Vergleichsgruppen - und zwar oft aufgrund körperlicher Krankheiten, die auf eine schlechtere allgemeine Gesundheit zurückgehen. Mehr als 30 000 Patienten, die wegen Selbstverletzung oder Selbstvergiftung Notaufnahmen aufgesucht hatten, nahmen Forscher von der University of Oxford in die Studie auf, die jetzt im Magazin „Lancet“ erschien (online vorab). Zwar vergifteten sich viele Betroffene versehentlich, doch natürliche Todesursachen waren zwei- bis siebenmal verbreiteter als zunächst geschätzt. Zu den Gründen zählten Erkrankungen des Verdauungstraktes, meist wegen Alkoholmissbrauch, Herzkreislauferkrankungen und psychische Störungen, die oft zu Medikamentenkonsum führten. In Zukunft müsse man auch die körperliche Gesundheit der Betroffenen im Auge behalten, so die Autoren.
Schwieriger Themenkomplex
Jannik Bartsch (wartungsarm)
- 01.10.2012, 23:34 Uhr
