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Strahlentherapie Bessere Krebstherapie dank Antimaterie?

15.11.2006 ·  Mit Antiprotonen lassen sich Krebszellen künftig effizienter zerstören als mit Protonen allein. Davon sind Wissenschaftler des Europäischen Zentrums für Elementarteilchenforschung überzeugt.

Von Manfred Lindinger
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Mit Antiprotronen, den Antiteilchen von Protonen, ließen sich Krebszellen effizienter zerstören als mit den geladenen Kernbausteinen allein. Zu diesem Ergebnis sind Wissenschaftler des Europäischen Zentrums für Elementarteilchenforschung (Cern) bei Genf gekommen, als sie energiereiche Strahlen von Protonen und Antiprotonen auf kultivierte Hamsterzellen richteten und die biologische Wirkung der beiden Teilchen miteinander verglichen.

Wie Michael Holzscheiter und seine Mitarbeiter in der Zeitschrift „Radiotherapy and Oncology“ (doi: 10.1016/ j.radonc. 2006. 09.012) berichten, war die Wirkung der Antiprotonen rund viermal so hoch wie diejenige der Protonen. Als Ursache sehen die Forscher vor allem den Umstand, daß Antiprotonen zerstört werden, wenn sie mit Neutronen und Protonen zusammenstoßen. Dabei wird Energie freigesetzt, die neben der ionisierenden Wirkung der positiv geladenen Antiteilchen zusätzliche Zerstörungskraft entwickelt. Protonen werden bereits vielfach zur Krebstherapie etwa von Augentumoren verwendet. Ihre biologische Wirkung läßt sich recht genau auf den Tumorherd beschränken.

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Jahrgang 1962, Redakteur im Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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