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Spuren im Erbgut Rauchende Schwangere belasten noch die Enkel

Rauchen in der Schwangerschaft hinterlässt möglicherweise Spuren im Erbgut, die sich noch auf die Enkel auswirken. Das legen Untersuchungen amerikanischer Wissenschaftler nahe.

© dapd Vergrößern

Rauchen in der Schwangerschaft hinterlässt möglicherweise Spuren im Erbgut, die noch in der Enkelgeneration zum Tragen kommen. Das legen Tierversuche am Los Angeles Biomedical Research Institute nahe. Dort waren trächtige Ratten mit Nikotin behandelt worden. Der Nachwuchs entwickelte daraufhin Asthma und gab es auch an seine Nachkommen weiter, ohne jemals selbst mit dem Nikotin in Berührung gekommen zu sein. Die Neigung zum Asthma muss den Ratten also ins Genom geschrieben und über die Keimbahn weitergegeben worden sein.

Zigarettenrauch könnte damit wie Hunger und Stress zu den Umgebungsbedingungen gehören, die sich im Erbgut niederschlagen. Die Ergebnisse von Virender Rehan sind auch für die Medizin von Belang. Eine Befragung zur Kindergesundheit in Südkalifornien hat vor ein paar Jahren ergeben, dass Kinder, deren Großmütter in der Schwangerschaft geraucht haben, doppelt so häufig unter Asthma leiden wie Kinder, deren Großmütter dies nicht getan haben. Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Kinder in den westlichen Industrienationen Asthma entwickeln, plädieren Rehan und seine Kollegen in der Zeitschrift „BMC Medicine“ dafür, sich auch mit den generationsübergreifenden Konsequenzen des Rauchens zu beschäftigen (doi:10.1186/1741-7015- 10-129).

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Quelle: F.A.Z.

 
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