29.06.2012 · Die Palliativmedizin wächst und verfügt über immer besser werdende Versorgungsstrukturen. Diese werden im medizinischen Alltag aber oft nicht genutzt - warum?
Von Lucia SchmidtRichtlinien für Lesermeinungen
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Ich kann mich den Vorteilen, die hier beschrieben werden nur anschließen und möchte als Angestellter in der Pflege noch ein paar Dinge hervorheben.Diese >50% Patienten die auf Intensivstationen, oder "normalen" Stationen versterben erreichen leider nie, oder kaum eine humane Sterbebegleitung.Meine Berufserfahrung hat leider immer wieder gezeigt, dass diese Stationen keine adäquate Sterbebegleitung leisten können, zwar wird dies auch nicht von der PDL erwartet, ist aber auch meistens das Pflegepersonal, durch Überlastung, erhebliche pflegerische Missstände derart desensibilisiert, dass keine adäquate Empathie den Sterbenden gegenübersteht.Die Sterbenden werden nur als Präfinale abgestempelt, die einen immensen Pflegeaufwand darstellen.Die Lebensphase Tod, wird gar nicht berücksichtigt, somit führt es häufig dazu, dass die Patienten nicht menschenwürdig versterben, sie in diesem Prozess alleine gelassen werden.Traurige Entwicklung, dass man dies erst in der Palliativmedizin aufgreift.
Vielen Dank an dieser Stelle an PD Dr. Christine Schiessl. Advanced care
planning iwrd zunehmend mehr Bedeutung erhalten. Nur 3,5% sterben auf
Palliativstationen oder ähnlich begleiteten Einrichtungen. Mehr als
50% sterben auf Intensivstationen... Der Gedanke der Palliative Care
muss noch weiter verbreitet werden.
Mehr hierzu auf der Webseite palliativ-portal.
Wie rechnet man "sterben" mit der Krankenkasse ab
so lange ein Mensch stirbt lebt er noch, die beste Formulierung die ich
kenne lautet:Wenn man dem Leben nicht mehr Tage hinzufügen kann
dann vielleicht den Tagen mehr Leben.
Die Entwicklung läuft in verschiedene Richtungen m.E. Ich kenne
Krankenhäuser die das Sterben lieber auslagern. Plötzlich
findet man dann in einer Stadt ein Hospitz weitab vom städischen
Krankenhaus obwohl dort alle Spezialisten versammelt
sind(Schmerztherapie durch den spezialisierten Anästesisten,
psychologische oder psyschiatrische Betreuung, Internisten, Onkologen et
cetera). Bleibt ggf die Frage wer bezahlt welche Maßnahme,
inklusive Supervision und Weiterbildung für Ärzte und
natürlich Pflegekräfte.
PS Die Frage nach der Empathie ist die Frage nach der Arbeitshaltung.
Die Erarbeitung einer angemessenen Grundhaltung/Arbeitshaltung ist m.E.
mit das Schwierigste bei Gesundheitsberufen Wieviele Stunden sind hier
in der Ausbildung vorgesehen und was läßt der Stellenplan zu
u. welche Qualifikation haben Pflegende