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Notfall-Pläne Wer schützt wen bei der Vogelgrippe-Pandemie?

17.10.2006 ·  Viele Länder haben für den Fall einer plötzlich auftretenden Epidemie nicht geregelt, welche Bevölkerungsgruppe zuerst versorgt wird.

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Viele Länder haben in ihren Nationalen Pandemieplänen, die von der Weltgesundheitsorganisation für den Fall einer plötzlich auftretenden Epidemie mit dem Vogelgrippevirus angemahnt worden waren, nach wie vor nicht geregelt, welche Teile der Bevölkerung als erste mit Medikamenten und Impfstoffen versorgt werden sollen.

Das hat eine Auswertung von 45 Pandemieplänen ergeben, über die Lori Uscher-Pines von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore (Maryland) und Kollegen der Ben-Gurion-Universität in Israel in der Zeitschrift „Plos Medicine“ (Bd. 3, S. 436) berichten. Nur die Hälfte der Länder regelt demnach die Verteilung von antiviralen Medikamenten, die als erste und wichtigste Reaktion auf den Pandemiefall zu erwarten ist.

Medizinische Versorgung muß sichergestellt sein

62 Prozent der Länder verfügen über eine Prioritätenliste für die Verteilung eines Impfstoffs. Da aber wegen der Kapazitätsgrenzen der Pharmahersteller in absehbarer Zeit zuwenig Tabletten und erst recht kein pandemietüchtiger Impfstoff zur Verfügung steht, müsse sichergestellt sein, daß insbesondere das medizinische Personal und besonders anfällige Bevölkerungsgruppen bevorzugt mit den Mitteln versorgt werden.

Video: Vogelgrippe im Dresdner Zoo

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