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Modellstudiengang Medizin Jeden Mittwoch einen echten Fall lösen

 ·  Hier sind Strategien gegen den Landarztmangel zu finden: Die Fakultät für Medizin in Oldenburg ist erst wenige Wochen alt. Sie übernimmt das Curriculum der niederländischen Nachbarn in Groningen.

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Dirk  Lehmann

Wer mehr Zeit für Patienten fordert, der sollte...

Einfach mal beim Hausarzt fragen, was seine Behandlung kostet.

Viele werden es angesichts der minimalen Vergütung kaum glauben.
Anschliessend möge man mal kurz die enormen Fixkosten einer Arztpraxis (Personal, Miete, Geräte, Versicherungen, etc) und die 100%ige Eigenleistung bei Rente und Krankenversicherung berücksichtigen.

Als angestellter Arzt macht man mindestens 30% unbezahlte Überstunden, die Dienste werden eh nur zu maximal 60% bezahlt, auch wenn man sie ganze Nacht herumrödelt.
Tagsüber rennt man nur noch wie ein Wahnsinniger durch die Gegend, um die nicht- besetzten Stellen auszugleichen und Berge von unsinnigen Papieren auszufüllen, die die Terroristen von den gesetzlichen Krankenkassen dann zum Teil mit absurden Begründungen und formalen Tricks nutzen, um die Zahlung an das Krankenhaus zu verweigern.

Denjenigen, die hier Ärzte und ihre weltweit als TOP geltende dt. Medizinerausbildung abwerten wollen, rate ich, doch mal ins europäische Ausland zu gehen: viel Verngügen !

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Dirk  Lehmann

@ Herr Wagner: Was soll daran "Entmystifizierend" sein?

Diese Behauptung von Ihnen ist reichlich hochgegriffen.
Das im Artikel beschriebene Modell einer themenzentrierten Blockausbildung erscheint - wenn es denn langfristig so bleiben sollte wie beschrieben - als eine im Ansatz gute Modifizierung der Ausbildung. Mal sehen, ob bessere Ärzte dabei herauskommen. Letztlich konnte jeder Student schon immer die Anzahl der Kurse, Praktika und Famulaturen freiwillig erhöhen, das haben viele gemacht und das waren dann zumeist später die besseren Ärzte...

Dabei ist die in den 70er JAhren erfolgte, komplette Neustrukturierung des Medizinstudiums bereits als IM PRINZIP sehr gelungen und sinnvoll anzusehen.
DAs Problem lag weniger im Aufbau des Studiums als darin, daß eher praxisorientierte Kurse aufgrund des Mißverhältnisses von Studentenzahl und Ausbildungsressourcen wieder zu Vorlesungen wurden Momentan wird wohl eher der Pflegeberuf durch "Pseudo-Akademisierung" stark überhöht und mystifiziert. Trend: Dadurch viele "Barfußmediziner" schaffen.

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Klaus Kuschmierski

Besser geht es nicht

die "Entmystifizerung des Berufes Arzt" voranzutreiben bei gleichzeitiger "Akademisierung" der Pflegeberufe. In England und Wales sind wir schon weiter. Die Ausdehnung dieses Systems der
"Entmystifizierung" wird sich bald auf andere Berufsbereiche erstrecken.

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Wolfgang Wagner, M.A.

Diese Form der Ausbildung

trägt zur Entmystifizerung des Berufes Arzt bei. Durch die frühzeitige Konfrontation mit dem Patienten steht nicht das hochgezüchtete Fachchinesisch im Vordergrund, sondern der Kontakt zum Menschen. Eine nachahmenswerte Idee auch für andere Studiengänge!

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27.12.2012, 13:05 Uhr

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