27.12.2012 · Hier sind Strategien gegen den Landarztmangel zu finden: Die Fakultät für Medizin in Oldenburg ist erst wenige Wochen alt. Sie übernimmt das Curriculum der niederländischen Nachbarn in Groningen.
Von Christina HucklenbroichRichtlinien für Lesermeinungen
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Wer mehr Zeit für Patienten fordert, der sollte...
Einfach mal beim Hausarzt fragen, was seine Behandlung kostet.
Viele werden es angesichts der minimalen Vergütung kaum glauben.
Anschliessend möge man mal kurz die enormen Fixkosten einer
Arztpraxis (Personal, Miete, Geräte, Versicherungen, etc) und die
100%ige Eigenleistung bei Rente und Krankenversicherung berücksichtigen.
Als angestellter Arzt macht man mindestens 30% unbezahlte
Überstunden, die Dienste werden eh nur zu maximal 60% bezahlt, auch
wenn man sie ganze Nacht herumrödelt.
Tagsüber rennt man nur noch wie ein Wahnsinniger durch die Gegend,
um die nicht- besetzten Stellen auszugleichen und Berge von unsinnigen
Papieren auszufüllen, die die Terroristen von den gesetzlichen
Krankenkassen dann zum Teil mit absurden Begründungen und formalen
Tricks nutzen, um die Zahlung an das Krankenhaus zu verweigern.
Denjenigen, die hier Ärzte und ihre weltweit als TOP geltende dt.
Medizinerausbildung abwerten wollen, rate ich, doch mal ins
europäische Ausland zu gehen: viel Verngügen !
@ Herr Wagner: Was soll daran "Entmystifizierend" sein?
Diese Behauptung von Ihnen ist reichlich hochgegriffen.
Das im Artikel beschriebene Modell einer themenzentrierten
Blockausbildung erscheint - wenn es denn langfristig so bleiben sollte
wie beschrieben - als eine im Ansatz gute Modifizierung der Ausbildung.
Mal sehen, ob bessere Ärzte dabei herauskommen. Letztlich konnte
jeder Student schon immer die Anzahl der Kurse, Praktika und Famulaturen
freiwillig erhöhen, das haben viele gemacht und das waren dann
zumeist später die besseren Ärzte...
Dabei ist die in den 70er JAhren erfolgte, komplette Neustrukturierung
des Medizinstudiums bereits als IM PRINZIP sehr gelungen und sinnvoll anzusehen.
DAs Problem lag weniger im Aufbau des Studiums als darin, daß eher
praxisorientierte Kurse aufgrund des Mißverhältnisses von
Studentenzahl und Ausbildungsressourcen wieder zu Vorlesungen wurden
Momentan wird wohl eher der Pflegeberuf durch
"Pseudo-Akademisierung" stark überhöht und
mystifiziert. Trend: Dadurch viele "Barfußmediziner" schaffen.
die "Entmystifizerung des Berufes Arzt" voranzutreiben bei
gleichzeitiger "Akademisierung" der Pflegeberufe. In England
und Wales sind wir schon weiter. Die Ausdehnung dieses Systems der
"Entmystifizierung" wird sich bald auf andere Berufsbereiche erstrecken.
trägt zur Entmystifizerung des Berufes Arzt bei. Durch die frühzeitige Konfrontation mit dem Patienten steht nicht das hochgezüchtete Fachchinesisch im Vordergrund, sondern der Kontakt zum Menschen. Eine nachahmenswerte Idee auch für andere Studiengänge!
Christina Hucklenbroich Jahrgang 1978, Redakteurin im Ressort „Natur und Wissenschaft“
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