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Mittwoch in „Natur und Wissenschaft“ „Es wird häufiger Krisen geben“

 ·  Noroviren in Erdbeeren und Ehec-Keime in Sprossen: Andreas Hensel, Präsident des Bundesinstituts für Risikobewertung, ist sich sicher, dass der Verbraucherschutz neue Nachweismethoden braucht. Redakteurin Christina Hucklenbroich hat mit ihm gesprochen.

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Auszug aus dem Artikel:

„...Frage: Ein klassisches Forschungsfeld des BfR sind die Krankheitserreger in Lebensmitteln. Welche Herausforderungen kommen auf Sie zu, gerade auch im Hinblick auf Viren wie auf den Erdbeeren aus China?

Andreas Hensel: Die ganz klassischen Zoonosen wie Milzbrand, Rindertuberkulose oder Brucellose sind in Europa ja weitgehend getilgt. Im Moment haben wir eher mit Zoonosen zu tun, die Kulturfolger sind: Die Tiere werden nicht krank, aber der Mensch infiziert sich an tierischen Produkten. Das konzentriert die Forschung auf die Analytik und die Vorbeugung. Die Erforschung der virenassoziierten Infektionen ist ein Feld, das ganz stark damit zu tun hat, dass, anders, als man lange glaubte, zoonotische Krankheitserreger auch durch Pflanzen übertragen werden können - wie bei den Sprossen und den Erdbeeren. Wegen der hohen Fallzahlen von Rota- und Norovirusinfektionen, ,konzentrieren wir uns derzeit auf Nachweismethoden von Viren. Die Problematik dahinter ist, dass es sich nicht um die klassische virologische Analytik handelt, bei der man den Erreger in Blut oder Gewebe über Antikörper schnell und sicher nachweisen kann. Bei Pilzen, Obst oder Gewürzen geht das nicht, hier sind wir auf die Elektronenmikroskopie und molekularbiologische Methoden wie die PCR angewiesen. Hier gibt es immer auch Matrixeffekte, zum Beispiel bei der PCR. Pflanzliche Substrate können Inhibitoren enthalten, das beeinflusst die Empfindlichkeit der Methode erheblich. Die Tests schlagen erst bei tausend Viren pro Gramm Lebensmittel an, für eine Infektion reichen aber schon hundert Viren, weshalb wir derzeit auch nicht sagen können, dass ein auf Noroviren negativ getestetes Lebensmittel sicher ist.“

Der vollständige Artikel ist in der Mittwochbeilage „Natur und Wissenschaft“ der F.A.Z. zu lesen.

Sie können die F.A.Z. hier auch als E-Paper herunterladen.

Ansprechpartner:  wissenschaft@faz.de

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