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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Medizintourismus Wir gehen für die Therapie ins Ausland

 ·  Viele Deutsche sehen eine Behandlung im Ausland inzwischen als reelle Alternative an. Polen und andere Länder nutzen das steigende Interesse und werben mit hochentwickelter Medizin.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (7)

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Kathleen Lange

Konkurrenz auf zwei Ebenen

Auf der Qualitätsebene sind wir überaus konkurrenzfähig.

Aber was hat Preiskampf in der Medizin zu suchen?! Demnächst passen die Krankenkassen ihre Erstattungsbeträge auf gesamteuropäisches Niveau an und wir werden sehen, was wir davon haben. Meiner Meinung nach kommt es so zu einer Selektion der Patienten: Behandlung in D. muss zunehmend selbst getragen werden und ist nicht mehr für alle finanzierbar. Der Rest darf ins Ausland und am besten gleich dort bleiben, oder?!

Für mich ist diese EU-Richtlinie nur dann umsetzbar und sinnvoll, wenn es gleichzeitig FESTGELEGTE Kooperationen zwischen in- und ausländischen Kliniken gibt- Ärzteaustausch, EINHEITLICHE Qualitätsstandards INCL. Arbeitsbedingungen des Personals UND öffentliche Klinikrankings, die die Qualität der Häuser für jeden ersichtlich macht. Erst dann macht freie, EU-weite Arztwahl Sinn. Überhaupt erst einen Preiskampf auf dem Gesundheitssektor zu erwägen ist widerlich.

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Lee Brilleaux
Lee Brilleaux (Nomodo) - 07.01.2013 09:30 Uhr

Wenn schon, denn schon

Schade das die Wahlfreiheit nicht auf allen Gebieten besteht. Ich würde mein Auto z.B. gerne, sagen wir, in Polen versichern und billigen Atomstrom aus Frankreich beziehen. Medikamente aus Spanien, wären eine feine Sache und Zigaretten aus Tschechien. So würde die EU Spaß machen und der Markt würde solche Abzocker wie deutsche Versicherer vom Markt fegen. Die idiotische deutsche Energiewende hätte sich ebenfalls schon längst erledigt.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 07.01.2013 11:41 Uhr
Michael Meier
Michael Meier (never1) - 07.01.2013 11:41 Uhr

Dumpf.....

..... es gibt Dutzende von Versicherungsgesellschaften. Natürlich keine Konkurrenz, alle zocken sie nur ab... wie blöd muss man sein.
Atomstrom können Sie bei yello kaufen, viele Medikamente online.
Was haben Sie gegen eine hohe Tabaksteuer? Sind sie etwa einer dieser persönlichkeitsdefizitären Raucher ohne Kontrolle über das eigene Suchtverhalten?

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Martin Kerzendorf
Martin Kerzendorf (mwkdf) - 06.01.2013 19:02 Uhr

Und wer macht die Nachsorge bei hochkomplexen Arbeiten?

Implantate und Prothesen aus der Türkei, Kronen aus Syrien, Bulgarien, Marokko. Teils schlecht, teils passabel aber niemals wie im Lehrbuch. Hauptsache günstig. Bei den inländischen Arbeiten hat der Zahnarzt zwei Jahre Gewährleistung. Sämtliche Nacharbeiten sind kostenlos. Nachdem Medizin immer mehr zur Handelsware verkommt und die Krankenkassen die Zuschüsse senken gehen mehr Versicherte ins Ausland, lassen dort die in Deutschland teuren Arbeiten durchführen. Bei Wehwehchen schlagen sie beim Arzt zuhause "um die Ecke" auf, der dann in zeitaufwändiger und schlecht bewerteter Arbeit die Nachbesserungen vornehmen "darf". Die Ärzte im fernen Ausland sind fein ´raus. Arbeit gemacht (wie auch immer), Rechnung bezahlt, auf Nimmerwiedersehen! Eine Frechheit ist die arrogante Art der Krankenkassen, wie sie in Begleitschreiben Patienten zu diesen Behandlungen raten und darauf hinweisen daß der deutsche Kollege im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung zur Nacharbeit verpflichtet ist. Toll.

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Herr Müller

Umdenken der Krankenkassen gefordert!

Nachdem wir ja trotz der höchsten Steuerabgaben finanziell nicht in der Lage sind, der älteren Generation, die das Land so weit gebracht hat einen goldenen Herbst in Deutschland zu ermöglichen und ernsthaft überlegen müssen die Alten ins Ausland abschieben zu müssen, wird ja noch mehr medizinischer Bedarf ins Ausland gedeckt werden müssen. Aber sind unsere Krankenkassen darauf vorbereitet? Die gesetzlichen noch nicht soweit ich das mitbekommen habe. Ob das der heimischen Wirtschaft so gut tut, dass wir nun nicht nur im Urlaub und während Trainingslagern das Geld ins Ausland tragen, sondern nun auch noch die Rente dort ausgeben? Dieser Trend wirkt sich ja möglicherweise auch negativ auf den Arbeitsmarkt aus.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.01.2013 06:16 Uhr
Lena Naujoks
Lena Naujoks (LenaNau) - 08.01.2013 06:16 Uhr

Wie bitte?

Den Alten, die dieses Land so weit gebracht haben? Ja super, ich, meine Kinder, deren Kinder und so weiter müssen die Schulden dieser Alten, die auch heute noch glauben, dass sie wie in der Wirtschaftswunderzeit leben können, zahlen.

Genau diese Alten haben ja aufgehört, Kinder zu bekommen. Da hätten sie eher ran denken müssen.

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Herr Müller

Muss das sein?

Diese Entwicklung würde mir als Regierung aber sehr zu denken geben. Es ist ja nicht nur im Gesundheitswesen so, auch in der Wirtschaft. Die Deutschen sind so auf Sparen gedrillt, die kaufen kaum deutsche Autos, einheimisches Essen oder gehen zu deutschen Ärtzen, denn wir können uns unsere eigenen Produkte nicht leisten, schätzen die Qualität nicht oder sind zu geizig dazu. Im Ausland werden bald mehr deutsche Autos gefahren als hierzulande. Und bald wird es heißen, die mit den schlechten Zähnen, die sind entweder aus einem Krisengebiet oder kommen aus Deutschland. Da müsste doch die Einstellung unserer Mutter der Nation sein 'So geht Ihr Deutschen mir nicht aus dem Haus/in die weite Welt' mit so schlechten Zähnen. Ein vollständiges, intaktes Gebiss sollte ein Auflage sein!:) Diese Geschichte müsste uns bei der Ehre packen und ein Anreiz sein, die weltweit beste Versorgung für uns zu sichern.

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