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Medizin Wo Malaria nicht haftet

22.12.2003 ·  Wem das Gen für ein bestimmtes Protein fehlt, dessen Blutkörperchen „kleben“ nicht. Dieser Effekt schützt vor Malaria - und die Erkenntnis könnte zu neuen Therapien führen.

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In Papua-Neuguinea wütet Malaria rasant, trotzdem bekommen einige Menschen die Krankheit nicht. Das könnte britischen Wissenschaftlern zufolge daran liegen, daß die roten Blutkörperchen dieser Menschen an der Außenseite ein „klebriges“ Protein nicht haben. Die Krankheit programmiert die Blutzellen nämlich so um, daß infizierte Zellen an gesunden haften bleiben - genau an diesem Protein - und so das Blut verklumpen lassen.

Diese Klumpen von Blutkörperchen brachten Alexandra Rowe und ihr Team von der Universität Edinburgh darauf, daß das Protein CR1 mit der Krankheit zu tun haben könnte. In ihrer Veröffentlichung in den Proceedings der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften beschreiben die Mediziner, daß Menschen, denen das Gen für die Produktion des Proteins fehlt, an Malaria nicht erkranken.

Neue Ansätze für die Therapie

Um nämlich ihre These zu überprüfen, untersuchten die Wissenschaftler eine Bevölkerungsgruppe in Papua-Neuguinea, denen das „klebrige“ Protein fehlt. Diese Mutation ist zwar selten, tritt aber dort in relativ großer Zahl auf. Außerdem sucht die Malaria Papua-Neuguinea heim. Tatsächlich fanden die Forscher, daß Menschen, die gegen Malaria immun sind, in bis zu 80 Prozent der Fälle CR1 fehlt. Das heißt nicht nur, daß das Fehlen des Proteins vor Malaria schützt, sondern bestätigt auch, daß das Verklumpen von Blutzellen im Krankheitsverlauf eine wichtige Rolle spielt. Daraus könnten sich nach Auffassung der Wissenschaftler wichtige Ansätze in der Therapie ergeben.

Malaria reift in Blutzellen heran, diese versteifen sich, kleben zusammen, setzen Adern zu und zerstören so Organe. Jedes Jahr sterben zwei Millionen Menschen an der Krankheit.

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