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Medizin Besserer Blutdruck mit Kalziumantagonist

09.03.2005 ·  Das Gerangel um die beste Therapie gegen Bluthochdruck geht in eine neue Runde: Jetzt wirft eine internationale Untersuchung mit der Kurzbezeichnung "Ascot" die Frage auf, ob eine Behandlung mit dem Kalziumantagonisten Amlodipin nachhaltige Erfolge verspricht.

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Das Gerangel um die beste Therapie gegen hohen Blutdruck geht in eine neue Runde. Erst kürzlich mußte eine große internationale Studie vorzeitig abgebrochen werden, da sich eine der beiden getesteten Behandlungsarten der anderen als überlegen erwiesen hatte.

Jetzt macht eine große internationale Untersuchung mit der Kurzbezeichnung "Ascot" Schlagzeilen, in der es um die Frage geht, ob eine Behandlung mit dem Kalziumantagonisten Amlodipin ebenso gut oder besser vor den Komplikationen der Hochdruckkrankheit, der Hypertonie, schützt als jene mit dem Betablocker Atenolol. Schon ein etwas rascherer Abfall des Gefäßwiderstands oder eine geringfügig stärkere Senkung der Blutdruckwerte kann auf lange Sicht enormen gesundheitlichen Nutzen bringen.

Kalziumantagonist schützt nachhaltiger

Beteiligt haben sich an der Ascot-Studie mehr als 19000 hochdruckkranke Männer und Frauen, die aufgrund weiterer gesundheitlicher Belastungen in besonderem Maße von Herz-Kreislauf-Schäden bedroht waren. Wie die Initiatoren der Studie bei der Präsentation der ersten Ergebnisse auf der Jahrestagung des American College of Cardiology in Orlando/Florida gestern mitteilten, schützt offenbar der Kalziumantagonist sehr viel nachhaltiger vor Herz-Kreislauf-Attacken als der Betablocker - und zwar auch dann, wenn der Arzt bei ungenügender Wirkung des ersten Mittels ein weiteres Medikament zusätzlich verabreicht hatte, was nach den Vorgaben durchaus möglich war.

In diesen Fällen - bei der Kombination von zwei Mitteln - sollte zu dem Kalziumantagonisten ein ACE-Hemmer (Perindopril) als Kombinationspräparat erlaubt sein, bei dem Betablocker ein Diuretikum aus der Gruppe der Thiazide (Bendroflumethiazid). Endgültig beurteilen lassen sich die statistischen Resultate zugunsten des Kalziumantagonisten freilich erst, wenn die Daten vollständig ausgewertet worden sind. Diese sollen in den kommenden Wochen vorgelegt werden.

Quelle: F.A.Z. (N.v.L.), 09.03.2005, Nr. 57 / Seite N1
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