Zur Behandlung von Patienten mit verengten Herzkranzarterien steht seit kurzem eine neuartige Gefäßstütze, ein Stent, zur Verfügung. Im Unterschied zu den Vorgängern besteht dieser Stent nicht aus Metall, sondern aus einem abbaubaren Biopolymer. Von der Vergänglichkeit des Materials verspricht man sich, die Schwachstellen der bisherigen Stent-Therapie beseitigen zu können. So führen die Gefäßstützen der ersten Stunde, die „nackten“ Stents, häufiger zu einem Wiederverschluss der behandelten Ader, da sie in der Gefäßwand teilweise starke zelluläre Wucherungen auslösen.
Wie lange dauert der Abbauprozess?
Derartige Rückfälle treten bei ihren Nachfolgern zwar kaum noch auf. Denn die beschichteten Stents geben einen Wirkstoff ab, der das Zellwachstum unterdrückt. Andererseits bergen sie aber ein erhöhtes Risiko für thrombosebedingte Verschlüsse - möglicherweise, weil die von ihnen freigesetzten Zytostatika die natürlichen Heilungsprozesse behindern. Patienten, die beschichtete Stents erhalten, müssen daher längerfristig gerinnungshemmende Mittel einnehmen. Auch die seit kurzem erhältlichen, abbaubaren Gefäßstützen sind zwar mit Zytostatika imprägniert. Da sie sich mit der Zeit aber auflösen, sollten die einschlägigen Gefahren nur vorübergehend bestehen - so jedenfalls die Hoffnung. Ob sie sich erfüllt, lässt sich aufgrund des Mangels an Daten bislang nicht sagen. Unklar ist zudem noch, wie stabil die neuen Stents sind, wie vollständig sie resorbiert werden und wie lange der Abbauprozess dauert.
@ Hamburger: Wer nicht weiß, wovon er spricht...
Marcus Grimm (quaknuss)
- 06.11.2012, 11:32 Uhr
Stabilität durch Beschichtung
Maximilian Hamburger (Hamburgeraner)
- 06.11.2012, 10:06 Uhr
