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Hirnforschung Spuren emsiger Mütter im Gehirn des Sprößlings

29.03.2006 ·  Körperliche Aktivität der Mutter vermag die Entwicklung des Gehirns bei den Nachkommen zu beeinflussen. Darauf lassen Untersuchungen bei Mäusen schließen, die während ihrer Trächtigkeit und Stillzeit besonders eifrig am Laufrad trainierten.

Von Babara Hobom
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Körperliche Aktivität der Mutter vermag die Entwicklung des Gehirns bei den Nachkommen zu beeinflussen. Darauf lassen Untersuchungen bei Mäusen schließen, die während ihrer Trächtigkeit und Stillzeit besonders eifrig am Laufrad trainierten.

Wie Forscher um Gerd Kempermann von den Charite-Universitätskliniken in Berlin und dem Max-Delbrück-Center in den „Proceedings“ der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften (Bd. 103, S. 3652) berichten, entwickelte sich die als Hippocampus bezeichnete Region des Gehirns von Mäusejungen, deren Mütter sich sehr sportlich betätigten, in zwei auffallenden Phasen. Vorgeburtlich entwickelte sich diese Hirnregion zunächst weniger gut, holte nach der Geburt aber auf und wies schließlich fast doppelt soviele teilungsaktive Zellen auf wie der Hippocampus von Mäusejungen unsportlicher Mütter.

Der Hippocampus schien den Forschern für ihre Untersuchungen besonders interessant, hat man in dieser für Gedächtnis und Lernen zuständigen Region doch auch in anderer Hinsicht einen Zusammenhang zwischen Aktivität und neuronaler Plastizität beobachtet. So scheint unter anderem beim alternden Menschen rege geistige Aktivität die Neurodegeneration im Hippocampus zu reduzieren und das Risiko einer Altersdemenz zu mindern.

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