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Herzstudie enthüllt Lebensretter falsch eingestellt

 ·  Schock für Patienten mit Herzrasen. Der Defibrillator könnte zu früh feuern. Die Geräte sind schlecht programmiert und erzeugen unnötige Elektroschocks.

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Dieter Freundlieb

Herr Lehmann

Wenn die Ethikkommission aus Mitgliedern besteht, die zugleich medizinische Fachleute sind, habe ich nichts dagegen einzuwenden. Aber niemand, der nicht den notwendigen medizinischen Sachverstand hat, kann sich ein Urteil darüber anmassen, ob die Justierung eines Defibrillators ethisch vertretbar ist. Er/sie müsste sich völlig auf die Risikobewertung der Fachleute verlassen. Und da kann ich nicht sehen, wieso die Mediziner nicht SELBST wissen, was ethisch vertretbar ist und was nicht. Kants m.E. richtige Ansicht war, dass es in Fragen der Ethik keine Experten (für Ethik) gibt.

Als jemand, der selbst einen Herzinfarkt hatte, brauche ich übrigens keine Belehrung darüber, dass es bei Defibrillatoren um Tod und Leben geht, auch wenn sie vielleicht gut gemeint ist.

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Dieter Freundlieb

Ethikkommissionen

Hier zeigt sich wieder einmal, dass der Glaube, für moralische bzw. ethische Entscheidungen brauche man "Experten", in die Irre geht. Schon Immanuel Kant war der Meinung, dass man jedem Menschen zutrauen kann und muss, sich ein vernünftiges Urteil über das bilden zu können, was ethisch vertretbar ist. Wozu brauchen also Kardiologen und Fachleute für medizinische Technologie noch zusätzlich eine "Ethikkommission"?

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 09.11.2012 12:28 Uhr
Dirk  Lehmann

Herr Freundlieb, ...

... Wenn Sie wüssten, auf welche fragwürdigen Studienkonzepte so mancher Forscher verfällt, die Patienten zu Versuchstieren degradieren würden, so hätten Sie sicherlich eine genau entgegengesetzte Meinung zu der Wichtigkeit der Ethikkomissionen in Zivilisierten Ländern.

Auch, wenn so manche Verfahrensteile und die damit verbundenen Widerstände bisweilen zeitintensiv und fraglich zielführend sind, so hat sich die Ethikkommission als Kontrollgremium doch SEHR bewährt.

Ein automatischer Defibrillator ist im Grunde nichts anderes als Eine automatisierte WIEDERBELEBUNG bei ansonsten in den meisten Fällen zum Tode führenden Schwersten Rhytmusstörungen !

Im konkret beschriebenen Fall einer Studie geht es buchstäblich um Leben und Tod ! Sogar zusätzlich um die große Gefahr, daß bei suboptimalem Ergebnis der automatisierten Schockabgabe langandauernde Kreislaufzusammenbrüche zu Hirnschäden führen könnten !
Es ist keine Studie über eingewachsene Fußnägel, sondern über Wiederbelebung !

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 09.11.2012 11:40 Uhr

Fachleute

Eine medizinische Ethikkommission besteht überwiegend auch aus Fachleuten (Medizinern). Es ist gut, daß jede Studie am Menschen vor ihrer Durchführung von einer Ethikkommission geprüft wird, deren Mitglieder nicht am Projekt beteiligt sind. Das verlangen die weltweit gültigen Richtlinien zu klinischen Studien, und in vielen Ländern auch die Arzneimittel-/Medizinproduktgesetze.

Das bedeutet keinen Zweifel an der Vernunft und Verantwortung der Beteiligten an der Studie. Es dient diesen vielmehr zur Absicherung und hilft, Fehler vorher zu erkennen und dadurch zu vermeiden.

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