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Mittwoch, 15. Februar 2012
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Herzinfarkt Herzschwäche nach Herzinfarkt

01.08.2005 ·  Betablocker und Blutverdünner sollen nicht zu früh nach einem Herzinfarkt verabreicht werden. Nach der Stabilisierung des Herzens senkt die zusätzliche Einnahme von Clopidogrel das Risiko auf weitere Herzanfälle.

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Werden Betablocker nach einem Herzinfarkt zu früh verabreicht, schadet das eher, als es nützt. Das legen zumindest die Ergebnisse einer chinesisch-englischen Studie nahe, deren Ergebnisse auf der Jahrestagung des American College of Cardiology vorgestellt worden sind.

Einbezogen wurden in die Studie mehr als 45.000 Patienten mit akuter Herzattacke. Außer einer Standardtherapie gaben die Ärzte einem Teil der Patienten den Betablocker Metoprolol - zuerst intravenös, anschließend in Form von Tabletten - und den anderen ein Scheinmedikament. Das Ergebnis: Metoprolol konnte das Risiko weiterer Herzanfälle und schwerer Herzrhythmusstörungen merklich verringern. Zugleich erhöhte der Betablocker aber das Risiko einer akuten, teilweise auch lebensbedrohlichen Herzschwäche.

Betablocker nach Stabilisation des Herzens

Die Leiter der als „Commit“ bezeichneten Studie ziehen hieraus den Schluß, daß man Patienten mit akutem Herzinfarkt erst dann einen Betablocker reichen sollte, wenn sich die Herzfunktion bereits wieder stabilisiert hat. Darüber hinaus ging man der Frage nach, inwieweit Patienten mit akutem Herzinfarkt von einer intensiven Behandlung mit Gerinnungshemmern profitieren. Ziel einer solchen Maßnahme ist es, den Blutfluß in der vom Infarkt betroffenen Herzschlagader zu erleichtern und weitere Herzanfälle zu verhindern.

Zusätzlich zu Aspirin erhielt daher ein Teil der Patienten den ebenfalls die Verklumpung der Blutplättchen unterdrückenden Wirkstoff Clopidogrel, die übrigen Plazebo. Wie sich zeigte, schützte die gemeinsame Anwendung von Clopidogrel und Aspirin noch besser vor tödlichen Herzanfällen als jene des bewährten Gerinnungshemmers allein. Der Unterschied zwischen den beiden Therapiegruppen war aber nicht groß. Will man einen Todesfall verhindern, müßten hundert Patienten außer mit Aspirin auch mit - teurem - Clopidogrel behandelt werden.

Quelle: N.v.L. / F.A.Z., 02.08.2005, Nr. 177 / Seite 32
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