30.01.2012 · Die Debatte um resistente Keime auf Fleisch ist noch nicht ausgestanden. Im Zentrum stehen die deutschen Tierärzte, die um ihr Recht fürchten, weiter Arzneimittel verkaufen zu dürfen.
Von Christina HucklenbroichDie Pressemappen reichten nicht: Zum 10.30 Uhr-Termin am hinteren Ende der Halle „Erlebnis-Bauernhof" auf der Grünen Woche kamen viel mehr Journalisten und Vertreter von agrarkritischen Verbänden, als sich angemeldet hatten. In dem schlichten Meetingraum, einem flachen Container im Schatten der großen Hallenbühne, hatte die Bundestierärztekammer eine Pressekonferenz organisiert. Thema: Antibiotika in der Tiermast; ein anderes wäre gegenwärtig wohl auch nicht denkbar gewesen. Immerhin war es die Dachorganisation aller 36.500 deutschen Tierärzte, die hier zum Pressegespräch einlud. Wer teilnehmen wollte, musste sich allerdings erstmal durch Halle 3.2 schlagen, den „Erlebnisbauernhof". Hier werden die Errungenschaften der modernen Landwirtschaft und Ernährungsindustrie auf ein paar tausend Quadratmetern zelebriert. McDonalds reicht frisch gebratene Buletten an Schulkinder, die „Landlust" gibt Probeabos aus und am Messestand der deutschen Geflügelwirtschaft piepsen winzige Putenküken in einer geräumigen Glasvitrine.
...mehr dazu im Blog „Tierleben“ hier.
Christina Hucklenbroich Jahrgang 1978, Redakteurin im Ressort „Natur und Wissenschaft“
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