12.06.2009 · Fehlerhafte Proteine bilden die sogenannten Plaques, die bei der Alzheimer-Erkrankung zum Absterben von Gehirnzellen führen. Versuche an Mäusen schärfen nun den Verdacht, dass diese Proteine im Gehirn ansteckend wirken.
Die Anzeichen verdichten sich, dass die bei der Alzheimer-Krankheit - und möglicherweise bei anderen Hirnleiden - veränderten Nervenproteine ähnlich wie Prione "ansteckend" wirken und sich so im Gehirn ausbreiten.
Forscher der Universität Basel und des Hertie-Instituts in Tübingen berichten in "Nature Cell Biology", dass die mutierten Tau-Proteine, die schädliche Fibrillenbündel in den Zellen bilden, nach einer Injektion in das Gehirn von Mäusen andere Taumoleküle veränderten und sich so ausbreiteten. Vor drei Jahren wurde gezeigt, dass sich auch schädliche Amyloidproteine nach der Injektion im Hirn vermehren können.