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200 neue Arzneien angekündigt

16.12.2003 ·  ami. BERLIN, 16. Dezember. Die forschenden Pharmahersteller setzen sich gegen den Vorwurf zur Wehr, sie brächten zunehmend sogenannte Lifestyle-Medikamente auf den Markt. Der Schwerpunkt der Neuentwicklungen liege eindeutig in der ...

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ami. BERLIN, 16. Dezember. Die forschenden Pharmahersteller setzen sich gegen den Vorwurf zur Wehr, sie brächten zunehmend sogenannte Lifestyle-Medikamente auf den Markt. Der Schwerpunkt der Neuentwicklungen liege eindeutig in der Bekämpfung schwerer und lebensbedrohlicher Erkrankungen wie Krebs, Herz-Kreislauf- und Infektionskrankheiten, sagte der neue Vorstandsvorsitzende des Verbands Forschender Arzneimittelhersteller (VFA), Andreas Barner, in Berlin. In den Pharmakonzernen seien "mehr als 200 Projekte so weit fortgeschritten, daß sie bis 2007 zur Zulassung eines neuen Medikaments oder zu einer wesentlichen Zulassungserweiterung für ein existierendes Präparat führen können". Die meisten Projekte gälten der Suche nach Wirkstoffen gegen Krebserkrankungen, zur Bekämpfung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Infektionskrankheiten wie Aids und Entzündungskrankheiten wie Asthma, Allergien, Morbus Crohn, Rheuma oder multiple Sklerose. Viele der Innovationen seien gentechnische Präparate, erklärte Barner. Derzeit seien rund 3 Prozent der zugelassenen Wirkstoffe gentechnischer Natur. Künftig könnten es 20 Prozent sein. Die forschenden Pharmaunternehmen gäben in Deutschland 16 Prozent ihres Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus. Damit stünden sie im Branchenvergleich an der Spitze. Internationale Konzerne konzentrierten ihre Forschungsaktivitäten aber stärker auf Länder wie Großbritannien oder die Vereinigten Staaten. Das sei auch Folge der deutschen Gesundheitspolitik. Die Branche beklagt massiv die Kürzungen durch die Gesundheitsreform.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.12.2003, Nr. 293 / Seite 13
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