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Aktualisiert: 24.02.2015, 08:30 Uhr

Wechseljahre Hitzewallungen dauern mehr als sieben Jahre

Hitzewallungen während der Wechseljahre erstrecken sich offenbar bei vielen Frauen auf einen längeren Zeitraum als gedacht. Das stellt bisherige Therapiekonzepte in Frage.

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© ZB Die Symptome während der Wechseljahre werden als unterschiedlich belastend empfunden.

Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche, die als typische Symptome der Wechseljahre gelten, dauern offenbar bei vielen Frauen sieben Jahre und mehr an. Das ist das Ergebnis einer großen Studie unter afrikanischen und amerikanischen Frauen, die im Fachmagazin „Jama Internal Medicine“ erschienen ist (doi:10.1001/jamainternmed.2014.8063).

Die Autoren um Nancy E. Avis von der Wake Forest School of Medicine in North Carolina berücksichtigten die Daten von mehr als 1400 Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden. Im Schnitt etwa siebeneinhalb Jahre litten die Probandinnen unter den Beschwerden, die mit der Weitung von Blutgefäßen zusammenhängen.

Weitung der Blutgefäße

Am längsten dauerte die Phase bei Frauen an, die bereits kurz vor oder bei Beginn der Wechseljahre erste Symptome gezeigt hatten. Traten die Symptome erst nach Eintritt der Menopause auf, waren sie meist auch am schnellsten wieder vorbei; die Dauer betrug dann im Mittel nur knapp dreieinhalb Jahre. Mit Menopause bezeichnet man den Zeitpunkt der letzten Menstruation, die gewöhnlich zwischen dem Alter von 45 und 55 Jahren auftritt. Die Menopause beendet die Fruchtbarkeit der Frau.

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Die Forscher um Avis fanden auch heraus, dass es zusätzliche Faktoren gab, die die Dauer der Beschwerden heraufsetzen konnten: ein jüngeres Alter, Stress, depressive Symptome und Symptome einer Angststörung. Die Autoren plädieren in ihrer Studie dafür, aufgrund der langen Dauer bessere Langzeittherapien zu entwickeln - statt wie bisher üblich auf hormontherapeutische Kurzzeitinterventionen zu setzen.

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