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Risiko Hirnblutung : Rettungstransport wird zur Gefahr für Babys

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Bild: AP

In herkömmlichen Transportinkubatoren sind Säuglinge bei der Fahrt im Rettungswagen nicht gut geschützt, ergab eine Studie der Universitätsmedizin Rostock.

          Wenn ein Rettungswagen eine Vollbremsung machen muss, wirken so hohe Kräfte auf einen Säugling, der transportiert wird, dass Hirnblutungen oder Hirnquetschungen auftreten können. Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler um Gernot Rücker von der Universitätsmedizin Rostock in einer Studie, die in der Fachzeitschrift „Notfall und Rettungsmedizin“ erschienen ist (doi: 10.1007/s10049-012-1649-7).

          Rückhaltesysteme gefordert

          Das Forscherteam testete einen konventionellen Rettungswagen und zwei spezielle Baby-Notarztwagen, einen acht Jahre alten und einen der neuesten Generation. Simulationspatient war ein 3500 Gramm schwerer Säuglingsdummy mit eingebauter Sensorik zur Messung der Beschleunigungs- und Bremskraft. Der Dummy lag in einem der üblicherweise eingesetzten Transportinkubatoren. Die Fahrzeuge bremsten bei Geschwindigkeiten zwischen zwanzig und siebzig Stundenkilometern. Insbesondere der Transport in Längsrichtung der Fahrt im konventionellen Rettungswagen erwies sich als riskant, weil der noch nicht verknöcherte Schädel bei einer Bremsung gegen die Wand des Inkubators prallt. Der Quertransport in den Spezialfahrzeugen sei von Vorteil, so das Fazit der Autoren.

          Dennoch wirkten noch erhebliche Kräfte, die am höchsten waren, wenn es zu einer Bremsung bei dreißig Stundenkilometern kam, weil der Wagen dabei sofort - und nicht wie bei höheren Geschwindigkeiten schrittweise - zum Stillstand gebracht wird. Die Autoren ziehen aus den Ergebnissen den Schluss, dass Babys in Transportinkubatoren mit Rückhaltesystemen gesichert werden sollten, um Verletzungen zu vermeiden.

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