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Infarktrisiko : Warum Sie bei der Grippe aufs Herz achten müssen

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Wenn Herzbeschwerden während einer Grippe auftreten, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Bild: dpa

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Grippeerkrankungen und Herzinfarkten? Das Ergebnis einer neuen Studie unterstreicht die Wichtigkeit von Grippe-Impfungen.

          In den ersten sieben Tagen einer Grippe steigt das Risiko für einen Herzinfarkt um das Sechsfache an. Das hat eine kanadische Studie gezeigt, die in der neuesten Ausgabe des „New England Journal of Medicine“ erschienen ist. Die Ergebnisse seien wichtig, weil ein Zusammenhang zwischen Grippe und Herzinfarkt die Bedeutung der Grippe-Impfung unterstreiche, so Jeffrey Kwong, Leiter der Studie, in einer Erklärung. Ein solcher Zusammenhang gilt seit längerem als wahrscheinlich, allerdings hatten die bisherigen Studien keine besonders gute Qualität.

          Kwong und seine Kollegen haben nun labormedizinisch gesicherte Grippeerkrankungen mit Herzinfarkten korreliert und die Rate in den ersten sieben Tagen nach der Sicherung der Diagnose mit der Rate im Jahr vor und nach der Grippe verglichen. Dabei zeigte sich der sechsfache Anstieg in den ersten sieben Tagen nach der Sicherung der Diagnose. Die Studie legt zudem nahe, dass das Risiko für ältere Patienten und Patienten mit einer Influenza-B-Infektion noch größer sein könnte. Bei der derzeitigen Grippewelle in Deutschland geht ein Großteil der Infektionen auf Influenza-B-Viren zurück. Kwong und seine Kollegen raten allen Grippe-Patienten in der ersten Krankheitswoche bei Beschwerden, die auf einen möglichen Herzinfarkt hindeuten, sofort zum Arzt zu gehen.

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