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Montag, 13. Februar 2012
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Mathematischer Klassiker Das Problem des Handlungsreisenden

17.01.2007 ·  Die Firma Honeywell hat als Patent eine „Methode, das Traveling-Salesman-Problem zu lösen“, angemeldet. Sie erhebt damit Anspruch auf einen mathematischen Klassiker. Für das Wissenschaftsblatt Science ein besonders verwerfliches Beispiel.

Von Klemens Polatschek
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Als das Wissenschaftsblatt Science vor ein paar Wochen die prinzipienlose und wissenschaftsbedrohende Vergabe von Trivialpatenten in Amerika geißelte, suchten die Autoren natürlich nach besonders verwerflichen Beispielen. Den ersten und umfänglichsten Platz erhielt das Patent US6904421, das der amerikanische Technologiekonzern Honeywell im Juni 2005 zuerkannt bekam.

Als Erfinder ist ein Forschungsingenieur der Firma in Bangalore genannt. Er beschreibt eine „Methode, das Traveling-Salesman-Problem zu lösen“, und obwohl der Text das Äußerste tut, seine Ideen als neu, greifbar, maschinell und konkret darzustellen, so ist dieses Problem doch ein Klassiker mathematischer Optimierung und Fundament unzähliger Lösungsverfahren.

Falls das Traveling-Salesman-Patent tatsächlich aufrechterhalten wird und in den nächsten zwanzig Jahren irgendein Praktiker solche oder ähnliche Lösungswege zu eigenen Zwecken einsetzt, kann er nur inständig hoffen, dass die Firma Honeywell die ganze Sache mehr als abstrakte Bekundung eigener Fähigkeiten angelegt hat und nicht plötzlich konkret Geld dafür haben will.

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