07.06.2005 · Wochenlang hat sich das Rover-Team bei der Nasa von der Erde aus bemüht, den festgefahrenen Mars-Rover „Opportunity“ zu befreien - mit Erfolg. Dabei hätte schon vor einem Jahr die Mission enden sollen.
Der kleine Mars-Rover „Opportunity“ ist zur „großen Freude der Nasa-Techniker nach nervenaufreibenden Wochen“ wieder frei. Dies teilte die amerikanische Weltraumbehörde am Montag in kalifornischen Pasadena mit.
Das ferngesteuerte Marsfahrzeug hatte sich auf dem sandigen Untergrund des Roten Planeten in einer Düne festgefahren. In den vergangenen fünf Wochen hatte er nur Zentimeterweise fortbewegt werden können. Geplant waren mehr als 50 Meter. „Es war ein nervenzerfetzender Monat voller harter Arbeit“, beschrieb Rover-Ingenieur Jeffrey Biesiadecki die Bemühungen der Nasa-Techniker. Im weichen Sand hatten die sechs Räder wochenlang immer wieder durchgedreht. Jetzt will sich das Rover-Team überlegen, wie es verhindern kann, daß sich das Vehikel wieder festfährt.
Mission wird wie geplant fortgesetzt
In Kürze soll „Opportunity“ wieder seinen wissenschaftlichen Aufgaben nachgehen können, so die Mitteilung der Nasa. „Als erstes werden wir einfach schauen, worin wir da gesteckt haben“, sagte Steve Squyres von der Cornell-Universität Ithaca im Bundesstaat New York. Danach soll sich „Opportunity“ weiter, wie bisher, in Richtung Süden bewegen. Dort erwarten die Nasa-Forscher
Einen Verlust des Rovers hätten die Nasa-Wissenschaftler bedauert, mit der Mission hätten sie dennoch mehr als zufrieden sein können. Opportunity hatte schon im April seine ursprünglich erwartete Lebensdauer um ein Jahr überschritten.