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Kometensonde „Rosetta“ auf dem Weg zum Kometen

14.11.2007 ·  Rund zehn Jahre dauert die Reise der Raumsonde „Rosetta“ zum Kometen „67 P/Churyumov-Gerasimenko“. Da gilt es, hin und wieder Schwung zu holen. Im Schwerefeld der Erde ist dies nun abermals gelungen. Die Sonde ist auf ihrem Weg.

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Auf ihrer Reise zu einem weit entfernten Kometen hat die europäische Raumsonde „Rosetta“ am späten Dienstagabend in vergleichsweise geringem Abstand die Erde passiert. Der Vorbeiflug in 5300 Kilometern Entfernung diente dazu, die Flugbahn und die Geschwindigkeit von „Rosetta“ zu ändern. Der Satellit nutzte die Schwerkraft der Erde, um Schwung für seinen weiteren Flug zu bekommen. Wie das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation Esa in Darmstadt mitteilte, verlief das Manöver plangemäß.

„Rosetta“ ist seit März 2004 auf dem Weg zum Kometen „67 P/Churyumov-Gerasimenko“. Diesen soll die Sonde im Jahr 2014 erreichen. Geplant ist, dass „Rosetta“ nach der Ankunft ein Landegerät auf dem Kometen absetzt, das dann dessen Oberfläche untersucht. Gelingt die Mission, setzt erstmals ein irdisches Gerät auf einem Kometen auf.

Beschaffenheit von Kometen enträtseln

Von den gewonnenen Daten erhoffen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse zur Beschaffenheit von Kometen. Bei den auch „Schweifsternen“ genannten Himmelskörpern handelt es sich um Überreste jenes Urnebels, aus dem vor rund 4,6 Milliarden unser Sonnensystem entstand. Forscher vermuten im Inneren von Kometen komplexe Moleküle, die möglicherweise einst die Entstehung des Lebens auf der Erde beförderten.

„Rosettas“ Vorbeischwungmanöver war schon das zweite dieser Art an der Erde seit dem Start der Sonde. Ein ähnliches Manöver hatte es zuletzt Anfang dieses Jahres am Mars gegeben. All' diese Manöver sind notwendig, um die Sonde zu beschleunigen und auf den richtigen Kurs zu bringen. Ein letztes „Swing-By“-Manöver an der Erde ist für November 2009 geplant.

Asteroiden im Vorbeiflug untersuchen

Bis zur Ankunft am Kometen „67 P/Churyumov-Gerasimenko“ soll Rosetta noch zwei weitere Aufgaben erfüllen: 2008 und 2010 plant die Esa, mit der Sonde zwei Asteroiden im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter zu untersuchen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von ddp
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