02.12.2009 · Der Direktor des Klimaforschungsinstituts an der Universität von East Anglia in Norwich, Phil Jones, lässt sein Amt zumindest vorübergehend ruhen. Damit reagiert er auf Vorwürfe, dass Klimaforscher Daten über die Erderwärmung gefälscht haben sollen.
Der Direktor des Klimaforschungsinstituts an der Universität von East Anglia in Norwich, Professor Phil Jones, lässt sein Amt zumindest vorübergehend ruhen. Das gab die Universität am Dienstag bekannt, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Jones reagiert damit auf Vorwürfe, dass Klimaforscher Daten über die Erwärmung der Erdatmosphäre gefälscht haben sollen. Das Institut an der Universität von East Anglia gehört zu jenen Forschungseinrichtungen, auf deren Erkenntnisse sich der Weltklimarat der Vereinten Nationen (IPCC) in seinen Berichten stützt.
Unter den tausenden E-Mails von Klimaforschern, die Ende November von Hackern erst gestohlen und dann im Internet veröffentlicht wurden, waren auch private Nachrichten von Jones. Die E-Mails, die bis ins Jahr 1996 zurückreichen, wurden von Kritikern der These vom menschengemachten Klimawandel als Beweis dafür gewertet, dass Klimaforscher Daten manipuliert hätten, die eine Erderwärmung belegen sollten.
Das Klimaforschungsinstitut in East Anglia hatte das dementiert und mitgeteilt, die E-Mails seien aus dem jeweiligen Zusammenhang gerissen worden. Jones sagte kurz nach der Veröffentlichung der E-Mails, es handele sich um einen Versuch, Verhandlungserfolge auf der bevorstehenden Klimakonferenz in Kopenhagen zu verhindern.