02.02.2007 · Die auf der Erde entstandene zusätzliche Strahlungsenergie gilt laut dem neuen Weltklimabericht als „beispiellos“. Die Konzentration an Treibhausgasen in der Atmosphäre war seit Hunderttausenden von Jahren nicht so hoch, heißt es.
Der Ausstoß an Kohlendioxid als dem wichtigsten Treibhausgas ist nach den neuen Erhebungen zuletzt deutlich schneller angestiegen - von etwa 6,4 Milliarden Tonnen pro Jahr in den neunziger Jahren auf gegenwärtig etwa 7,2 Milliarden Tonnen.
Hinzu kommen indirekte Emissionen, die sich aus Waldrodungen und veränderten Landnutzungsformen ergeben von 0,5 bis 2,7 Milliarden Tonnen. Mit einer Konzentration von inzwischen mehr als 359 ppm (Anteilen pro Million) gilt das höchste bekannte Niveau der vergangenen 650.000 Jahre als längst überschritten. Die daraus resultierende Erwärmung der Erdatmosphäre seit „zumindest im Vergleich der vergangenen 1300 Jahre ungewöhnlich“, heißt es in dem Bericht.
„Beispiellose“ Strahlungsenergie
Die durch die Treibhausgas-Emissionen erreichte zusätzliche Strahlungsenergie und damit Wärme in der Atmosphäre wird als „beispiellos“ bezeichnet. Allein in den zehn Jahren zwischen 1995 und 2005 habe sich der Strahlungsantrieb um zwanzig Prozent vergrößert - mit hoher Wahrscheinlichkeit der größte Sprung in den vergangenen 200 Jahren, heißt es in dem Weltklimabericht.