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Samstag, 18. Februar 2012
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Nach gescheitertem Klima-Gipfel UN-Klimachef De Boer kündigt Rücktritt an

18.02.2010 ·  Der Vorsitzende des UN-Klimarats, Yvo de Boer, hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er war wegen des gescheiterten Klimagipfels im Dezember in Kopenhagen in die Kritik geraten. De Boer wird künftig für die Unternehmensberatung KPMG arbeiten.

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UN-Klimachef Yvo de Boer hat überraschend seinen Rücktritt angekündigt. Er werde sein Amt zum 1. Juli niederlegen, teilte De Boers Büro am Donnerstag mit. Fünf Monate später wollen die 193 UN-Mitgliedstaaten in Mexiko zu einem neuen Klimagipfel zusammenkommen, um ein neues Abkommen zur Reduzierung der Treibhausgase in Angriff zu nehmen.

Beim Weltklimagipfel in Kopenhagen Ende Dezember konnte kein Durchbruch erzielt werden, was auch als persönlicher Rückschlag für De Boer gewertet wurde. Er erklärte jetzt allerdings, er habe sich schon vor dem Kopenhagener Treffen nach einer neuen Tätigkeit umgesehen, und seine Entscheidung stehe in keinem Zusammenhang mit dem Ausgang des Gipfels.

„Ich war immer der Ansicht, dass Politik zwar den notwendigen Rahmen absteckt, aber die wirklichen Lösungen von Unternehmen kommen müssen“, schreibt de Boer, der sein Amt im September 2006 angetreten hatte, in einer Mitteilung. Der Gipfel in Kopenhagen habe der Staatengemeinschaft kein eindeutiges, juristisches Abkommen gebracht. Dennoch sei es wichtig, weiter für eine Welt mit weniger Treibhausgasen zu kämpfen. „Wir brauchen neue Partnerschaften mit der Privatwirtschaft. Und ich habe jetzt die Gelegenheit, dabei zu helfen, damit das passiert.“

De Boer wechselt in die Privatwirtschaft und wird ab Juli die Unternehmensberatung KPMG in Umweltfragen beraten.

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