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 Klimawandel : Was die Kälte mit dem letzten Sommer zu tun hat

Bild: dpa

Warum gibt es trotz Klimaerwärmung so frostige Phasen wie jetzt? Sibirische Kälte kommt aus dem Osten, aber auch im Westen liegt eine Quelle.

          Wenn arktische Kälte aus dem Osten nach Europa vordringt, hat das etwas mit dem Luftdruckgegensatz zwischen der Arktis und den mittleren Breiten zu tun - den Azoren-Hochs und Island-Tiefs. Ist dieser Gegensatz groß, bringen Winde aus Westen wärmere Luft auf den Kontinent. Sind die Unterschiede klein, kann sich leichter sibirische Kaltluft ausbreiten.

          Joachim  Müller-Jung

          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Forscher der Forschungsstelle Potsdam des  Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung glauben jetzt erklären zu können, weshalb es mit der Klimaerwärmung zu vergleichsweise kalten Wintern kommen kann. Ausgangspunkt ist, wie sie ind er Zeitschrift “Tellus“ schreiben,  die Arktis im Sommer, wenn Meereis schrumpft.

          Immer mehr sibirische Kälte zieht nach Deutschland.

          Ohne Eisdecke erwärmt sich der Ozean stärker. Die Folge: Die Luft darüber zirkuliert anders und lässt den Luftdruckgegensatz im folgenden Winter schrumpfen. Warum trotz der starken Eisverluste im Sommer 2011 bisher nur ein milder Winter herausgekommen ist, erklären die Forscher damit, dass bislang andere Einflüsse, etwa aus den Tropen, dominierten.

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