25.02.2007 · Die bisherige KfZ-Steuer sollte nach Ansicht des früheren Chefs des UN-Umweltprogramms Klaus Töpfer abgeschafft und auf den Benzinpreis umgelegt werden. Dies würde effektiv dazu anregen, Benzin zu sparen. Hoffnung, dass es so kommen könnte, hat Töpfer allerdings nicht.
Der frühere Chef des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UN), Klaus Töpfer, hat eine vollständige Abschaffung der Kraftfahrzeugsteuer in Deutschland empfohlen.
„Das Sinnvollste wäre, die Kfz-Steuer abzuschaffen und auf den Benzinpreis umzulegen. Das würde am ehesten zum Benzinsparen anregen. Zudem würde es umweltfreundliche Technologien wie Biodiesel, Brennstoffzelle und Hybridantrieb voranbringen“, sagte der frühere CDU-Bundesumweltminister der „Welt am Sonntag“. Die Umlegung auf den Mineralölpreis habe aber „zu viele Gegner - wie alles, was in Deutschland Veränderung bringt“.
„Es gilt zu tun, was längst zu tun war“
Töpfer warnte eindringlich davor, das empfohlene Ziel im jüngsten UN-Bericht, eine Klimawende bis 2020, zu verpassen. „Wir müssen das erreichen. Es gilt zu tun, was längst zu tun war.“ Zu lange seien Warner vor den Folgen der Erderwärmung „als Untergangspropheten diffamiert“ worden. Im Kampf gegen den Klimawandel seien in erster Linie die Industrieländer, erst in zweiter Linie Schwellenländer wie China in der Verantwortung, sagte Töpfer, der zurzeit an chinesischen Universitäten lehrt und die Regierung in Peking berät.
„Das Ziel der Europäer, die CO2-Produktion bis 2020 um mindestens 20 Prozent zu verringern, ist ein großartiges Signal.“ Töpfer geht davon aus, dass auch die Vereinigten Staaten den Kampf gegen den Klimawandel bald „zur Priorität Nummer eins“ machen werden.
Klimawandel
Werner Eickhoff (WernerEickhoff)
- 25.02.2007, 20:04 Uhr
Ein Rufer in der Wüste?
wolf haupricht (emilgilels)
- 25.02.2007, 21:23 Uhr