+++ 17. Juni. Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnungen um 1880 gab es auf der Nordhalbkugel einen wärmeren Mai als in diesem Jahr. Um 0,85 Grad lag die Temperatur über dem langjährigen Mittel der Jahre 1970 bis 2000. Global gesehen hat man in den Wetterstationen an Land ebenfalls niemals zuvor einen wärmeren Mai registriert. Im Süden Grönlands und im Norden Russlands stehen die Zeiten gnadenlos auf Schmelze: Um satte 5 Grad war der Mai wärmer als in den entsprechenden Monaten der Referenzperiode. Das alles hat NOAA, die amerikanische Nationale Behörde für Ozean- und Atmosphärenforschung, in ihrem Bericht “State of the Climate Global Analysis” notiert. Und noch viel mehr: Dass sich nach drei kühlen La-Nina-Jahren ein neuer El Nino im Pazifik ankündigt, der die Temperaturen im Laufe des Jahres weiter nach oben treiben könnte.
An den Küsten von Nord- und Ostsee sei möglicherweise schon bis zum Jahresende mit einer Korallenplage zu rechnen. Die amerikanische Klimabehörde warnte davor, mit Frühbucherrabatten für die noch kläglichen Nordatlantik-Atolle zu werben. Seesterne aus der Karibik hätten sich schon zu Abermillionen auf den beschwerlichen Weg durch den Marianegraben gemacht, um noch im Frühjahr die Küsten des Europäischen Nordmeers zu erreichen und die wuchernden Rifforganismen kurz zu halten. Stimmt es zudem, was die twitternden Walfänger auf Island berichten, steht eine Massenflucht orientierungsloser, schwitzender Minkwale in die nördliche Grönlandsee bevor. +++
Weniger Wetterstation
Moritz Petersen (Mo1234)
- 18.06.2012, 14:44 Uhr
Mitleid mit schwitzenden Minkwalen
Sören Harteisen (Letzte-Instanz)
- 18.06.2012, 14:28 Uhr
Mercator Projektion - Propaganda wie im kalten Krieg
Frank Wunderlich-Pfeiffer (zoelpf)
- 18.06.2012, 07:58 Uhr
