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Klimaschutz Dimas fordert Hilfe von EU-Bürgern

12.03.2007 ·  EU-Umweltkommissiar Stavros Dimas hat die Bürger zu mehr Unterstützung beim Klimaschutz aufgefordert. Zum Beispiel könne jeder mitmachen, indem er Energiesparlampen verwende oder den Bereitschaftsmodus beim Fernseher ausschalte.

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EU-Umweltkommissar Stavros Dimas erwartet von den europäischen Bürgern mehr Unterstützung beim Klimaschutz. „Jeder Einzelne trägt zum Ausstoß von Treibhausgasen bei“, sagte Dimas der „Berliner Zeitung“ (Montagsausgabe). „Deshalb müssen wir alle bei der Lösung des Problems mitmachen.“

„Wenn wir Energiesparlampen verwenden oder den Bereitschaftsmodus beim Fernseher ausschalten, können wir nicht nur den Schadstoffausstoß senken, sondern zudem Geld sparen“, sagte der EU-Kommissar. Er forderte andere Staaten und Weltregionen auf, bald ihre Vorstellungen vom langfristigen Klimaschutz zu konkretisieren. „Sie müssen nun rasch ihre Karten auf den Tisch legen“, sagte Dimas in Anspielung auf die Vereinigten Staaten, Japan, China und Australien. Die Verhandlungen über ein Folgeabkommen für das Kyoto-Protokoll sollten noch 2007 beginnen.

Beim EU-Gipfel in Brüssel war am Freitag vereinbart worden, die CO2-Emissionen bis 2020 um 20 Prozent zu senken und den Anteil der erneuerbaren Energien zu verdreifachen.

Dimas fordert Tempolimit

Dimas hatte bereits am Wochenende Deutschland aufgefordert, ein Tempolimit einzuführen. Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) wies den Vorstoß zurück. Auch Bundesumweltminister Gabriel sprach sich gegen ein Tempolimit aus. Die Atomenergie sei ebenso wenig wie Tempo 130 auf Autobahnen ein Mittel, um das Klima zu schützen, sagte er. Es gehe um die „Umstellung der Industriegesellschaft und nicht um die Aufstellung von Verkehrsschildern“.

Dimas wies hingegen auf die besondere Verantwortung Deutschlands hin. „Es gibt so viele Bereiche, in denen wir völlig sinnlos Energie verschwenden und das Klima belasten“, sagte er der „Bild am Sonntag“. „Eine einfache Maßnahme in Deutschland könnte ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sein.“ Die meisten EU-Staaten hätten ein Limit. „Nur in Deutschland wird das merkwürdigerweise kontrovers diskutiert.“

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP und DPA
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