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Klimaforschung Wie man Wissenschaft im Regen stehen lässt

 ·  Klimakatastrophe? Forschen wir erst einmal weiter, sagt die nationale Technik- Akademie. Und provoziert mit einem Papier einen Eklat.

Artikel Bilder (3) Lesermeinungen (34)

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Lesermeinungssuche (gesamt):
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Uwe Wagner
Uwe Wagner (view) - 26.09.2012 11:06 Uhr

Weshalb ist es schlimm, wenn...

... es Forscher gibt, die deutlich machen, daß es unabdingbar ist, weiter zu forschen???
Vor viieeelen Jahren waren viele Menschen der Meinung, auf dem Mond lebt jemand, weil da Abends immer das Licht an ist, bis die Forschung soweit war und jemand hochgeschickt hatte um persönlich nachzusehen. Fakt: es war niemand auszumachen. Dank der Forschung!!
Auch in der "Klimaforschung" sollte der heutige Stand der Dinge nicht das absolute Endergebnis sein müssen. Weiterforschen, bis noch mehr Daten sichergestellt werden können, um zu erklären, weshalb der Klimawandel gerade jetzt stattfindet. 150 Jahre sind im Vergleich seit der Entstehung der Erde eigentlich "NICHTS". Schon bevor die Menschheit Auto fuhr, Schornsteine rauchen liess usw, gab es Klimawandel. Also stellt sich die Frage: Warum verändert sich das Klima überhaupt? Wir haben die Chance das herauszufinden um uns daran anzupassen! Wir sollten diese Chance nicht vergeuden mit Vorwürfen!

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Hergen Brezinski

Egal ob wir absaufen, gefriergetrocknet werden oder

zu Dörrobst verschrumpeln :
Es ist doch ein beruhigendes Gefühl, sollten wir uns dereinst in Agonie winden, herausschreien zu können : "Wir waren es nicht, die Sonne war's" oder der Vulkan, das Erdbeben oder oder ...
Nicht wahr ?

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Julius Schäffer

Eines Tages kommt der Galileo Galilei der Klimawissenschaft

Und ich weiß auch schon, wer ihn unter Hausarrest stellen und später hinrichten lassen wird und seine Schriften verbrennen.
Es gewinnt immer der Zeitgeist und nie die Wahrheit.

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Robert Hagen
Robert Hagen (Giscard) - 21.09.2012 17:08 Uhr

Grüner Zeitgeist und Wissenschaft

"Die vier Wissenschaftler meinten am Ende in dem Papier nicht mehr ausreichend den Stand der Wissenschaft wieder zu finden und dahinter quasi ein Dokument der klimapolitischen Verharmlosung zu erkennen." Dies ist ein geradezu prototypischer Satz für die vom grünen Zeitgeist infizierten "Forscher": Wenn die Ergebnisse nicht die eigene Ideologie unterstützen, erklärt man die Untersuchungsergebnisse für unwissenschaftlich. Der IPCC läßt grüßen; er tat noch ein Übriges und manipulierte entsprechend die Datenreihen.
All dies erlebt man nicht nur in wissenschaftlichen sondern auch in politischen Kreisen. Man verfolge nur die sog. Energiewende. Motto: Was nicht sein darf, das nicht ist.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 22.09.2012 14:48 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 22.09.2012 14:48 Uhr

Entlarvend

Herr Hagen, ich bedanke mich aufrichtig für Ihren Kommentar. Er zeigt nämlich eins ganz hervorragend: Die wenigsten von uns - mich eingeschlossen - haben wirklich richtig Ahnung von dem Thema. Aber alle eine Meinung, denn wir alle sind Teil des Klimas.

Konkret zu Ihrer Aussage. Wenn eine Gruppe von Wissenschaftlern eine These veröffentlicht, aber ein Teil der Wissenschaftler fachlich nicht einverstanden ist, dann sind das zunächst mal zwei verschiedene Expertenmeinungen. Nun tun Sie aber so, als wäre der nicht einverstandene Teil "ideologisch". Woher haben Sie diese Fachkenntnis?

Ohne Argumente ist ein Schlusssatz wie "Was nicht sein darf, ist nicht" unglaubwürdig.

Wie gesagt, keine rechte Ahnung, aber eine Meinung, da wäre ich dann schon etwas vorsichtiger mit Aussagen wie "Zeitgeist", "Ideologie", "Manipulation"....

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 20.09.2012 16:17 Uhr

Das IPCC sagt:

"In climate research and modelling we should recognize, that we are dealing with a coupled non-linear chaotic system, and therefore that the long-term prediction of future climate states is not possible."
Übersetzung:
"In der Klimaforschung und -modellierung müssen wir erkennen, daß wir es mit einem gekoppelten nichtlinearen chaotischen System zu tun haben, und daß daher eine langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich ist."
Quelle: IPCC, Third Assessment Report, 2001, Section 14.2.2.2, S.774

So weit das IPCC. Warum ist aber genau das Unmögliche, langfristige Vorhersage, Grundlage einer unglaublichen Dogmatik inklusive Hetze gegen alle Zweifler, auch durch das IPCC?

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Antworten (8) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 25.09.2012 01:17 Uhr
Ralph Dihlmann

Einfach mal nachdenken

"daß wir es mit einem gekoppelten nichtlinearen chaotischen System zu tun haben, und daß daher eine langfristige Vorhersage zukünftiger Klimazustände nicht möglich ist.."

Genau. Kippeffekte sind nicht unbedingt vorhersehbar. Das sollte Ihnen eigentlich erst recht zu Denken geben. Ganz so einfach ist es ja schon unter relativ konstanten Bedingungen nicht, 10 Milliarden Menschen, oder mehr, zu ernähren. Die Anpassungsfähigkeit der uns Menschen gerade noch zuträglichen Biosphäre ist begrenzt.
Den CO2 Ausstoß als wahrscheinlichste Ursache des Klimawandels zu reduzieren ist - mittelfristig gesehen - gar nicht so teuer. Lediglich ein Umdenken ist erforderlich. Da die leicht förderbaren fossilen Brennstoffe ohnehin knapp werden, ist es in jedem Fall sinnvoll, rechtzeitig um zu steuern. Auch für den unwahrscheinlichen Fall, dass die messbare stetige Zunahme der CO2 Konzentration in der Athmosphäre nur einen geringen Einfluss auf einen dynamischen Klimawandel hat.

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 21.09.2012 00:50 Uhr

Klimaskeptiker?

Herr Sporkmann, was soll daran stigmatisierend sein?

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Marvin Parsons
Marvin Parsons (mapar) - 21.09.2012 00:41 Uhr

Skeptiker

Damit haben Sie recht, Herr Sporkmann. Echte Wissenschaft ist selber immer skeptisch. Alle richtigen Wissenschaftler sind Skeptiker.

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Dietmar Schmitt

Popper ist tot

"die wesentlichen Fragen an die physikalische Klimaforschung sind weitgehend beantwortet.“

Mit solchen Thesen stellt man sich außerhalb jedweder Wissenschaftlichkeit. Theorien und ihre Widerlegungen sind Kern der Wissenschaft, Zweifel Teil der Ausbildung. Wieso ist das System Wissenschaft (nicht nur bei den Klima-"Wissenschaftlern", auch bei den gefälschten Arbeiten) so entartet? Was läuft schief, wenn staatlich bestallte Menschen mit einer offensichtlichen mangelhaften wissenschaftlichen Grundbildung und einem offensichtlich einfachen Denkmuster in derartige Positionen gelangen? Geht es nur noch um Fördergelder und Karriere?

Wenn Wissenschaft statt Zweifel das Dogma zu ihrem Kern erhebt, wird aus ihr Religion.

Und jemanden, der vorgibt, den Stein der Weisen zu haben, kann man nur in der Alchemie ernst nehmen.

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Max Munter

Alle Fragen weitgehend beantwortet?

Na dann können wir ja jede weitere Forschung einstellen. Wie bereits ein Präsident des amerikanischen Patentamtes Ende des 19 Jahrhunderts feststellte: Alles wesentliche ist erfunden. Na denn Prost!

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Weitere Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen
Max Munter

Die Bezeichnung Skeptiker find ich nicht schlimm...

auch wenn er in dieser Debatte vielleicht abwertend gemeint ist. Besser "Skeptiker" als "Gläubiger".

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Bernhard Sporkmann
Bernhard Sporkmann (bsfaz) - 20.09.2012 20:11 Uhr

"Klimaskeptiker"

Der Gebrauch dieses Wortes, mit dem Kritiker stigmatisiert werden sollen, ist unsäglich, Er verrät auch etwas über den Unfehlbarkeitsanspruch derer, die ihn gebrauchen.

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Heinz Hertlein
Heinz Hertlein (Ice62) - 20.09.2012 18:53 Uhr

Unterstellung

Es ist eine Unterstellung von Klimaskeptikern, dass die Klimamodelle ein Dogma des IPCC wären, sonst wäre in den Berichten ja kaum darauf hingewiesen worden, dass sie mit Vorsicht zu genießen sind. Ähnlich wird auch auf dem Hockeystick von Klimaskeptikern herumgehackt, der nicht entscheidend ist.

Die Aussage der vier Klimatologen trifft es besser:
„Die bestehenden Klimamodelle sind sicher nicht perfekt“, heißt es in einer Stellungnahme der vier zu ihrem Austritt unter Protest, „dennoch, die wesentlichen Fragen an die physikalische Klimaforschung sind weitgehend beantwortet.“

Es gibt derzeit keine bekannten Faktoren im Klimasystem, die sich langfristig ähnlich rapide verändern wie der Zuwachs an langlebigen Treibhausgasen in der Atmosphäre. Weiter kann sich in einer wärmeren Atmosphäre auch mehr des kurzlebigen Treibhausgases Wasserdampf halten. Dann noch der Albedoeffekt, der abnimmt. Aerosole, Vulkanismus, Sonne, NAO und ähnliches verschleiern diesen Temperaturanstieg bestenfalls.

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Eric Varnhagen

Die Alarmisten haben ihr Pulver verschossen

Das Publikum hat das Geschrei und die Manipulationsversuche (z.B. das 2-Grad-Ziel) satt. Es wäre schön, wenn auch die FAZ die politische Komponente in der Klimadiskussion zugunsten echter Wissenschaft zurückfahren würde. Dazu gehört anzuerkennen, dass 1. der jetzige Klimawandel aus klimahistorischer Sicht keineswegs ungewöhnlich ist (auch was die Geschwindigkeit betrifft), 2. Wir derzeit nicht in einem Klimaoptimum leben (große Landflächen in Asien, Antarktis, Grönland etc. sind heute lebensfeindlich), 3. Eine Klimaerwärmung den Planeten grs. lebensfreundlicher machen würde (wärmer und feuchter). Ich persönlich bin für Ressourcenschonung (Öl ist zu wertvoll, um es in Motoren zu verbrennen), doch nervt mich dieses statische Weltbild der Klimaretter.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.09.2012 17:54 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 23.09.2012 17:54 Uhr

Eisbohrkene - soso

Na dann lassen Sie und doch mal in die Eisbohrkerndaten hereinschauen. Beispielsweise in die Publikation von Petit et al, 1999. Dort sind Sprünge in der CO2-Konzentration und in der Erdtemperatur mittels Sauerstoffisotopen ja nachvollziehbar. Was auffällt, ist dass diese "Sprünge", von denen auch Sie sprechen Zeiträume von vielen Jahrtausenden umfassen. Was wir seit 150 Jahren auf der Erde machen, ist in der Tat einmalig und ein Superlativ - sozusagen ein Experiment mit der Säge an dem Ast aufdem wir sitzen. Mehr Äste hat der Baum auch nicht. Und da wir das auch noch 150 Jahre lang und länger machen werden, bis Öl zu teuer ist und Kohle langsam zu teuer sein wird, ists doch nicht so schlecht wenn wenigsten ein paar Leute mal über den Folgen brüten. Superlative sind angebracht, auch wenn die Mehrzahl der Menschen lieber nicht dran glaubt. Wer ein Problem ignoriert, braucht sich schliesslich nicht kümmern...

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Eric Varnhagen

Wesentlich abruptere Kilmaänderungen sind über Eisbohrkerne dokumentiert

Die Behauptung, wir würden derzeit einen beispiellos schnellen Klimawandel erleben, wird selbst von denen, die diese Behauptung aufstellen zumindest auf Nachfrage immer relativiert, a la "schnellster Klimawandel innerhalb der letzten 500 Jahre". Aber Superlative machen sich halt immer gut. Das eigentlich Schlimme ist, dass wir bis heute keine Ahnung haben, was diese Klimaschwankungen in der Vergangenheit ausgelöst hat. Beruhigend ist andererseits, dass eine stärkere Erwärmung als zur Kreidezeit selbst von Pessimisten nicht angenommen wird. Und damals bot dieser Planet hervorragende Lebensbedingungen. Eine plötzliches Abkühlen wäre dagegen katastrophal...

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 21.09.2012 00:52 Uhr

Hmm..

Es wäre schön, wenn auch die FAZ die politische Komponente in der Klimadiskussion zugunsten echter Wissenschaft zurückfahren würde.

Herr Varnhagen, was ist denn für Sie "echte Wissenschaft"? Nehmen Sie es mir nicht übel, aber als jemand der sagt das die Geschwindigkeit der jetzigen Erwärmung klimahistorisch nicht ungewöhnlich ist habe ich da so meine Zweifel an Ihrer Fähigkeit, Wissenschaft "echt" zu nennen...

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Frank Wunderlich-Pfeiffer

Ein paar Wissenschaftler sind zum Glück noch übrig

Letztes Jahr lieferte der LHC die erste Ergebnisse auf der Suche nach dem Higgs Boson. Im August lagen "interessante Messwerte" vor. Man fand ein Signal bei 144GeV, mit einer Sicherheit von 99%.

Wäre es nicht das CERN gewesen, sondern das IPCC, das diese Messwerte bekannt gegeben hätte, dann hätte der IPCC eine Pressemeldung heraus gegeben: Entdeckung des Higgs-Bosons "praktisch sicher"! Denn das ist die politische Sprachregelung für eine Wahrscheinlichkeit von 99% des IPCC (dt.: Regierungsforum zum Klimawandel).

Das CERN hielt sich aus gutem Grund zurück - zwei Wochen später sank die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Signal in Anbetracht der vorhandenen Daten echt war, schon auf 95%. (IPCC Sprachregelung: "extrem sicher").

Das Higgs-Boson hat 125-126GeV (99,9999%). Das "extrem sichere" Signal war ein Messfehler.

Auch Wissenschaftler sind Menschen und messen oft das, was sie sehen wollen. Deswegen gibt es hohe Ansprüche an wissenschaftliche Entdeckungen - nur nicht beim IPCC.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.09.2012 17:56 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 23.09.2012 17:56 Uhr

Herr Schweizer, haben Sie Belege

für Ihre Klimaverschwörung?

Ach ja, stimmt, haben Sie nicht, denn sonst wärs ja keine Verschwörung :-D

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Frank Wunderlich-Pfeiffer

Haben sie schon vor Seite 5 aufgegeben?

"Climate Change 2007: Synthesis Report"

Ich zitiere die auf Seite 5:

"Where uncertainty in specific outcomes is assessed using expert judgment and statistical analysis of a body of evidence (e.g. observations or model results), then the following likelihood ranges are used to express the assessed probability of occurrence: virtually certain >99%; extremely likely >95%; very likely >90%; likely >66%; more likely than not > 50%; about as likely as not 33% to 66%; unlikely <33%; very unlikely <10%; extremely unlikely <5%; exceptionally unlikely <1%."

Aber es stimmt, die korrekte Übersetzung von "extremely likely" ist "extrem wahrscheinlich", nicht "extrem sicher". Asche auf mein Haupt.

Man beachte übrigens, dass es keine Entsprechung von "virtually certain" im negativen gibt. Da gibt es nur ein "exceptionally unlikely" - also außergewöhnlich unwahrscheinlich. Nicht etwa ein enthusiastisches "virtually impossible".

Nichts ausschließen, aber keine Unsicherheit zugeben. Propaganda.

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Heinz Hertlein
Heinz Hertlein (Ice62) - 20.09.2012 19:15 Uhr

Sicher

Sicher ist nur, dass Sie die IPCC-Berichte nicht gelesen haben oder bewußte Falschaussagen machen. Da wird von "very likely" und "likely" sehr viel geschrieben. "Praktisch sicher" oder "extrem sicher", findet man nicht in den Berichten.

Dieses "very likely" und "likely" sind aber schon politische Aussagen, keine berechneten Wahrscheinlilchkeiten.
Wenn jemand etwas dadurch kritisiert, dass er seinen Gegnern Falschaussagen unterstellt, sagt das viel über seine Person aus.

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Bernd Winkler

Forschen oder Ego befriedigen?

Überschrieben ist der Artikel mit "......Wissenschaft........." Gehen tut es im Artikel um Wissenschaftler und ihr übergrosses Ego, welches sie scheinbar noch schlechter in den Griff bekommen können, als das ganze Gemurksel ihrer wissenschaftlichen Arbeit zum Klimawandel. Der Klimawandel ist da, war immer da und wird immer da sein. Der Mensch ist momentan ebenfalls da, das war aber nicht immer so, zumindest wenn man diesem Teil der Forschung und Wissenschaft Glauben schenken will. Schon daran wäre zu erkennen, welche eher untergeordnete Rolle der Mensch im ganzen System spielt. Besser wir bereiten uns auf Veränderung vor, anstatt lange zu diskutieren wer oder was Schuld hat. In dieser Diskussion geht es aber mehr um Recht haben, als um das Richtige zu tun. Es ist naiv zu glauben, dass die Menschheit als Ganzes ihren Lebenswandel ändert - ohne Leidensdruck hat sie das noch nie getan. Das ist Teil des Systems Mensch, der angeblichen Krone der Schöpfung!

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 21.09.2012 15:41 Uhr
Johannes Eckstein
Johannes Eckstein (dc-3) - 21.09.2012 15:41 Uhr

Genau so ist es!

Anstatt mit naiven Maßnahmen den ebenso naiv als monokausalen Klimakiller "beschlossenen" CO2-Ausstoß bekämpfen zu wollen, wäre es viel wichtiger, die Auswirkungen des unbeeinflussbaren Klimawandels in den Griff zu bekommen, z. B. mit höheren Deichen, Bewirtschaftung von Niederschlagswasser, Aufforstungen, Bekämpfung der Wüstenausbreitung. Das ist schwierig genug, aber zumindest in Grenzen möglich, siehe China. Die Forschung müsste konkret auf solche Maßnahmen abgestellt werden.

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Max Munter

Obernaiv..

ist Ihre Analyse. Wir haben keine Weltregierung, die die Welt umsteuert und, angesichts unserer nationalen Politik: Gott sei Dank! Glauben Sie ernsthaft, dass die Ölscheichs oder die Russen oder die Amerikaner oder die Chinesen Öl und Gas in der Erde ruhen lassen, um die Welt "zu retten"?

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Bernd Winkler

@Heinz Hertlein

Alles was Sie sagen mag richtig sein. Dennoch scheint mir die Vorbereitung auf die Auswirkungen des Klimawandels sträflich vernachlässigt zu werden, weil die Politik nach wie vor davon ausgeht, den Klimawandel durch geeignete Regelungen aufhalten zu können. Abgesehen davon, dass die Politik im Zweifelsfall ein grösseres Interesse an Steuereinnahmen als an Veränderungen hat, glaube ich nicht an die rechtzeitige Wirksamkeit von Massnahmen zur Verhinderung des Teils des Klimawandels, der evtl. von Menschen verursacht ist. Ich wäre da gerne viel pragmatischer. Es gibt Dinge, die relativ gut vorhersehbar sind. Darauf muss man sich konkret vorbereiten. Der Rest: je nach Notwendigkeit und Anfall. Kein Problem, dass zusätzlich Forschung betrieben wird. Lösungen jedoch, die den jetzt lebenden Menschen helfen, erwarte ich davon nicht. Aber Pragmatismus und Nutzen für die Menschen ist nicht gefragt, sondern es geht um möglichst viel Geld für die eigene Ideologie.

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Heinz Hertlein
Heinz Hertlein (Ice62) - 20.09.2012 19:35 Uhr

Postnormal

Der Klimatologe Reinhard Böhm hat die öffentliche Diskussion um den Klimawandel in einem populärwissenschaftlichen Buch, das online verfügbar ist, einmal postnormal genannt, weil er viel lieber forschen würde, als sich an dieser öffentlichen Debatte zu beteiligen, welche allein das Gemurksel darstellt, nicht die Forschung.

"Schon daran wäre zu erkennen, welche eher untergeordnete Rolle der Mensch im ganzen System spielt."
Dies mag einerseits richtig sein. Anderseits ist er aber auch abhängig von diesem System. Und so untergeordnet, dass er es nicht zerstören könnte, ist er nicht, wenn die anthropogene globale Erwärmung hierfür auch nicht geeignet ist. Mit Atombomben ginge das besser.

"Es ist naiv zu glauben, dass die Menschheit als Ganzes ihren Lebenswandel ändert - ohne Leidensdruck hat sie das noch nie getan."
Relevant ist daher einen politischen Rahmen zu schaffen, der die Nutzung nachhaltiger Energien und intelligenter Energiespartechniken lohnenswerter macht, als fossile.

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Thomas Berger
Thomas Berger (tberger) - 20.09.2012 13:37 Uhr

Folgen des Klimawandels in Deutschland "grundsätzlich beherrschbar"

Mal alle Streitigkeiten über anthropogenen Klimawandel beiseitelassend: Das ist so. Deutschland ist eines der ganz wenigen Länder, die auch bei deutlicher Klimaerwärmung nur geringe Probleme hätten.
Wenn man's mal von den Folgen der wirtschaftlichen Katastrophen in Ländern wie China und den USA absieht :-) Insoweit bleibt meine Ansicht: auch wenn's immer noch Unsicherheiten gibt - Kohle, Öl und Gas sind begrenzte Ressourcen, deswegen sollte man diese wenn möglich nicht verbrennen, auch weil dabei CO2 freigesetzt wird, was jedenfalls nichts nutzt.

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Antworten (6) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 23.09.2012 23:56 Uhr
Anton Paschke

30 Mio Einwohner?

30 Mio Ureinwohner!

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Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 22.09.2012 14:51 Uhr

Herr Munter,

Öl, Gas, Kohle und Uran bleiben bis auf weiteres bezahlbar?

Ui, da würde ich gerne mal in 25 Jahren wieder mit Ihnen diskutieren, Sie werden sich umschauen... dann wird es die geben, die bereits ein dezentrales, nachhaltiges Energiesystem haben und jene, die mit allen (auch militärischen) Mitteln um das Restöl und die Restkohle kämpfen müssen... und das mit dem Uran, das kann ja wohl in Zeiten der weltweiten Abkehr von der Atommüllproduktion in KKWs auch nicht ernst gemeint sein, oder?

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Max Munter

Das einzige Was unbezahlbar ist, ist die "Energiewende"!

Öl, Gas, Kohle und Uran bleiben bis auf weiteres bezahlbar, auch dank des neu entdeckten Shell-Gases, neuer Techniken und - dank Klimaerwärmung - neuer Explorationsgebiete z.B. in der Arktis. Nur wer darauf verzichtet diese Ressourcen zu nutzen - und das ist unter den großen Industrienationen Deutschland allein - wird Probleme kriegen. Übrigens: "Dank" des demographischen Wandels wird Deutschland bis Ende des Jahrhunderts noch ca. 30 Mio. Einwohner haben. Wir werden deswegen sicherlich gewaltige Probleme haben, aber zu wenig Landfläche, das dürfte nicht unser Problem sein.

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Anna Menz
Anna Menz (Anna_Menz) - 20.09.2012 15:41 Uhr

geringe Probleme?

Um unsere 80 Mio. Deutsche zu ernähren brauchen wir selbst bei optimistischster Schätzung etwas mehr Ackerland, als es zur Zeit in Deutschland gibt. Und unsere auf dem Export von Maschinen und dem Import von Rohstoffen basierende Wirtschaft wird mehr als nur geringe Probleme haben - sowohl durch die Schwächung der Absatzmärkte als auch durch Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Rohstoffen.

Ich würd' mal sagen, beherrschbar und teuer. 90 % der Bevölkerung wird es sehr viel schlechter gehen, aber im Gegensatz zu anderen Ländern jammern wir auf hohem Niveau. Und je früher wir damit anfangen Alternativen zum Import von Energie-Rohstoffen zu entwickeln, desto weiter sind wir, wenn Gas/Kohle/Öl dann unbezahlbar sind.

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Frank Wunderlich-Pfeiffer

Das Klima ist in diesen Ländern auch heute schon "nicht beherrschbar"

Das Hochwasser in Pakistan 2010 war für das Land nicht beherrschbar. Genauso wenig wie das noch höhere Hochwasser 1929, über das nicht berichtet wurde. (Damals war Pakistan noch Teil der britischen Kronkolonie Indien.) Die Dürren in Afrika sind für die lokale Bevölkerung seit Jahrhunderten nicht beherrschbar. Um nur zwei Beispiele zu nennen.

Bleiben wollen die Leute dort übrigens auch nicht. Das merkt man an den tausenden Leichen, die an den Küsten in Griechenlands, Italiens, Spaniens, Portugals, der Türkei und Zyperns regelmäßig angeschwemmt werden - ob mit oder ohne Boot.

China hat 2010 bewiesen, dass nun selbst die Jahrhundertfluten des Jangzi Flusses beherrschen können. Noch 1998 hat ein Hochwasser fast 4000 Menschen getötet und 15Millionen Menschen betroffen. 2010 konnte das wesentlich höhere Jahrhunderthochwasser durch den Drei-Schlucht-Staudamm kontrolliert werden.

Das ist ein typisches Beispiel. Die Katastrophen vor denen gewarnt wird, sind die, die schon immer da waren.

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Matthias Frank

Beherrschbar

wenn man davon ausgeht, dass die Menschen in den Regionen wo es nicht beherrschbar ist, alle ganz friedlich dort bleiben und nicht etwas auf die Idee kommen. sich ein wohnlicheres Stück Land zu suchen, möglicherweise sogar bei uns. Ach Gott!

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Jahrgang 1964, Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

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