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Jakutsk Permafrost

13.02.2006 ·  Jakutsk liegt im Permafrostgürtel, auf ständig gefrorenem Boden, der nur im Sommer ein bis zwei Meter tief auftaut. Jetzt macht die globale Erwärmung der sibirischen Stadt an der Lena zu schaffen.

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Leicht war das Leben in Jakutsk noch nie. Die 200.000 Einwohner der sibirischen Stadt an der Lena erleben die stärksten Temperaturschwankungen auf der Erde. Wegen der weit nördlichen und stark kontinentalen Lage fallen die Temperaturen dort im Winter bis auf minus 50 Grad. Im Sommer klettern sie nicht selten auf 30 Grad plus. Von der Wärme ist allerdings schon dicht unter der Oberfläche nichts mehr zu spüren.

Jakutsk liegt im Permafrostgürtel, auf ständig gefrorenem Boden, der nur im Sommer ein bis zwei Meter tief auftaut. Darauf zu bauen stellt eine besondere Herausforderung dar: Häuser, die direkt auf dem Boden oder auf flachgründigen Fundamenten ruhen, versinken im Sommer - und beheizt auch im Winter - im Schlamm. Viele stehen deshalb auf metertiefen Pfählen, die Stabilität garantieren sollen.

Das Auftauen wir immer mehr zunehmen

Doch die Pfähle sind in vielen Fällen zu kurz. Die globale Erwärmung macht sich bereits bemerkbar. Nach Angaben von Lutz Schirrmeister vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung ist die durchschnittliche Bodentemperatur in Jakutien zwischen 1960 und 1995 um rund zwei Grad gestiegen. Und das bedeutet tieferen Schlamm während des Sommers. Prognosen gehen davon aus, daß sich der Trend fortsetzen wird und das Auftauen immer mehr zunimmt. Die Folgen äußern sich bereits in versinkenden und langsam zerreißenden Häusern.

Außerdem gibt es eine ganz andere Befürchtung: Im Permafrost lagert gefrorenes organisches Material, dessen Kohlenstoff gar nicht oder nur langsam zu Kohlendioxyd und Methan abgebaut wird. Die Erwärmung könnte die Arbeit der Mikroorganismen beschleunigen, wodurch massenhaft Treibhausgase freigesetzt würden.

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