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Internationale Waldbehörde Klima-Agenten wollen Bäume verwalten

 ·  Die tropischen Wälder sollen zum Schutz des Weltklimas erhalten und am besten auch wieder aufgeforstet werden. In Oslo verhandeln 52 Staaten über eine neue Agentur, die den Waldschutz international forcieren soll.

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Eine internationale Agentur für den Schutz der Wälder soll die Abholzung vor allem in den Tropen eindämmen und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Vertreter von 52 Ländern kamen am Donnerstag in Oslo zusammen, um über den Aufbau einer solchen Agentur zu beraten. Ihre Einrichtung ist im Waldschutzabkommen REDD plus vorgesehen, das beim Weltklimagipfel im Dezember beschlossen wurde.

Raubbau verursacht ein Fünftel der Emissionen

Durch eine Eindämmung des Raubbaus an den Wäldern könnten die Treibhausgase schnell und in großem Umfang vermindert werden, erklärte der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg zur Eröffnung der Konferenz. Wälder absorbieren das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) und wandeln es in Sauerstoff um, ihre Abholzung wird deshalb für bis zu 20 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich gemacht. Ziel des REDD-plus-Abkommens ist es, Entwicklungs- und Schwellenländer bei Erhalt und Wiederaufforstung ihrer Wälder zu unterstützen.

Bundesregierung sagt 350 Millionen Euro zu

Die geplante Agentur soll sie beraten und gleichzeitig die Einhaltung der von den Ländern eingegangenen Zusagen überwachen. Im Mittelpunkt stehen dabei Brasilien und Indonesien: Die Abholzung der tropischen Regenwälder in diesen beiden Staaten hat erheblich dazu beigetragen, dass die beiden Länder heute nach China und den USA die größten Treibhausgas-Produzenten der Welt sind. Die Bundesregierung sagte in Oslo für das weltweite Waldschutzprogramm Finanzhilfen in Höhe von 350 Millionen Euro bis 2012 zu, wie das Umweltministerium in Berlin mitteilte.

Insgesamt belaufen sich die Mittel für REDD plus damit auf vier Milliarden Dollar (3,3 Milliarden Euro), wie der norwegische Ministerpräsident Stoltenberg am Mittwoch mitteilte. Der brasilianische Umweltminister Carlos Minc erklärte, benötigt würden mindestens sechs Milliarden Dollar.

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