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Gipfel in Kopenhagen Deutsche Industrie erwartet Durchbruch

05.12.2009 ·  Siemens-Chef Löscher reist „höchst positiv gestimmt“ nach Kopenhagen. Der Manager, der zugleich der Vorsitzende der Klimaschutzinitiative der deutschen Industrie ist, sagte der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, positive Signale aus Amerika seien für den Optimismus verantwortlich.

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Siemens-Chef Peter Löscher reist mit hohen Erwartungen zum Klimagipfel nach Kopenhagen: „Ich bin davon überzeugt, dass es ein Rahmenabkommen zur Reduzierung des CO2-Ausstosses geben wird. Das ist gut und wichtig“, sagte Löscher der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Der Manager, der zugleich der Vorsitzende der Klimaschutzinitiative der deutschen Industrie ist, begründet seine Zuversicht besonders mit den jüngsten Signalen aus Washington: „Alles, was wir von der amerikanischen Regierung vernehmen, zeigt, wie wichtig ihr das Thema ist.“

Obama ändert seine Reisepläne

Zuvor hatte der amerikanische Präsident Barack Obama angekündigt, nun doch zum Abschluss des Klimagipfels nach Kopenhagen zu reisen. Obama sei optimistisch, dass es beim Klimagipfel zu einem Durchbruch kommen könnte, hieß es. Daher werde er nicht wie ursprünglich geplant zur Eröffnungsphase am 9. Dezember nach Kopenhagen reisen, sondern zu den entscheidenden Abschlussverhandlungen am 18. Dezember, hatte Obamas Sprecher Robert Gibbs am Freitag erklärt. In dieser Endphase der Konferenz sei seine Anwesenheit hilfreicher (siehe dazu auch: Obama verschiebt Reise: Neuer Optimismus für Kopenhagen).

Obamas Mitarbeiter hatten in den vergangenen Wochen immer wieder erklärt, der Präsident werde nur zum Abschlusstreffen nach Kopenhagen reisen, wenn es die Hoffnung gebe, dass er damit etwas erreichen könne. Es gebe Fortschritte in Richtung auf ein Abkommen, „das alle Themen, die derzeit verhandelt werden, umfasst“, teilte das Weiße Haus nun mit. Obama habe wegen der Klimakonferenz in dieser Woche mit mehreren europäischen politischen Führern gesprochen, darunter Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy, hieß es weiter.

Löscher sagte mit Blick auf die neuesten Entwicklungen, er sei „höchst positiv gestimmt“, dass die bisher als Bremser gescholtenen Staaten Amerika und China eine konstruktive Rolle auf dem Gipfel spielen werden: „Ich bin sicher, beim Klimaschutz will kein großes Land im Abseits stehen.“

Auch der indische Ministerpräsident reist nach Kopenhagen

Prompt hat unterdessen auch der indische Ministerpräsident Manmohan Singh angekündigt, zum Weltklimagipfel nach Kopenhagen zu reisen. Die Regierung in Neu-Delhi beendete damit tagelange Spekulationen darüber, auf welcher politischen Ebene Indien bei der am Montag beginnenden UN-Konferenz vertreten sein wird. Singh kommt zur entscheidenden Schlussphase am 17. und 18. Dezember nach Kopenhagen, wie sein Sprecher Muthu Kumar mitteilte.

Indien will seinen CO2-Ausstoß im nächsten Jahrzehnt um 20 bis 25 Prozent im Verhältnis zu seiner Wirtschaftsleistung senken. Das hat Umweltminister Jairam Ramesh am Donnerstag vor dem Parlament
erklärt. Es handele sich hierbei aber um eine interne Verpflichtungserklärung ohne rechtliche Folgen, fügte er hinzu. Indien nimmt bezüglich der CO2-Emissionen weltweit den fünften Platz ein.

Das vollständige Interview mit Siemens-Chef Peter Löscher lesen Sie in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 6. Dezember 2009.

Quelle: FAZ.NET/F.A.S./AP
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