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G8-Staaten und Schwellenländer Kein Fortschritt bei Klima-Konferenz

16.03.2007 ·  „Genug geredet. Klimaschutz jetzt!“. Greenpeace forderte die Klimaschutzkonferenz der G-8-Staaten und der großen Schwellenländer auf zu handeln. Beschlossen wurde eine Erklärung zum Artenschutz, bei Kohlendioxid-Emissionen blockt Amerika weiter ab.

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Die Vereinigten Staaten sind weiterhin nicht bereit, sich auf international verbindliche Reduktionsziele bei Kohlendioxid-Emissionen einzulassen. Der amerikanische Delegationsleiter beim Umweltministertreffen in Potsdam, Johnson, begrüßte zwar am Freitag die Absicht der Europäischen Union, ihren Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um mindestens 20 Prozent zu verringern, lehnte aber eigene Festlegungen ab. „Wir stimmen auch einem aggressiven Ansatz beim Klimaschutz zu“, sagte Johnson, „wollen dabei aber pragmatisch vorgehen und vor allem Technologie einsetzen.“

Bundesumweltminister Gabriel zeigte sich zufrieden nach dem ersten Tag der Konferenz, warnte aber vor allzu großen Hoffnungen auf Fortschritte im Klimaschutz. „Ich glaube nicht, dass wir hier zu handfesten Ergebnissen kommen.“ Er lud zu dem Treffen neben Ministern aus den acht führenden Industriestaaten (G 8) auch Vertreter aus den fünf Schwellenländern China, Indien, Mexiko, Brasilien und Südafrika, weil diese immer mehr Treibhausgase emittieren und daher in globale Abkommen einbezogen werden müssen. Die 13 Staaten erzeugen zwei Drittel der gesamten Emissionen. Deutschland möchte mit der zweitägigen Konferenz eine politische Dynamik erzeugen, damit es beim Gipfeltreffen der G-8-Staaten im Juni in Heiligendamm möglichst auch von Ländern außerhalb der Europäischen Union Zusagen über eine Reduktion der Emissionen gibt.

„Datenbank der Natur“ wird gelöscht

Gabriel will in Heiligendamm nicht allein den Klimawandel zum Thema machen, sondern dort auch Maßnahmen gegen den biologischen Artenschwund beschließen. „Wir löschen die Datenbank der Natur in einer bisher nie gesehenen Geschwindigkeit“, sagte der Minister. Jeden Tag verschwänden 150 Arten. Er verwies darauf, dass 46 Prozent der Fischarten vom Aussterben bedroht seien und daher schon 2050 der kommerzielle Fischfang zum Erliegen kommen könnte.

Die Konferenz vereinbarte daher eine „Potsdamer Initiative zur biologischen Vielfalt 2010“. Nach dem Vorbild des britischen Stern-Reports zum Klimaschutz soll eine Studie erstellt werden über den wirtschaftlichen Nutzen der biologischen Vielfalt und über die Kosten, die der Artenschwund hat. Ferner soll ein Ausschuss von Wissenschaftlern und Politikern gebildet werden, der Ratschläge machen soll, wie man den Verlust der biologischen Vielfalt bremsen oder gar stoppen kann.

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