10.03.2007 · Effiziente Haushaltsgeräte, Solarzellen auf dem Dach und Energiesparbirnen in der Deckenlampe - auch beim Strom lässt sich im Haushalt kräftig sparen. Wo das am besten geht, sagen wir Ihnen im einzelnen.
Effiziente Haushaltsgeräte, Solarzellen auf dem Dach und Energiesparbirnen in der Deckenlampe - auch beim Strom lässt sich im Haushalt kräftig sparen. Wo das am besten geht, sagen wir Ihnen im einzelnen.
Sparsame Geräte kaufen
Neben einer sparsamen Beleuchtung sind energieeffiziente Haushaltsgeräte die beste Möglichkeit, Strom zu sparen und damit das Klima zu schonen. Fast die Hälfte des Stromverbrauchs im Privathaushalt stammt von Kühl- und Gefrierschränken, Elektroherd und Co. Jede eingesparte Kilowattstunde vermeidet 600 Gramm Kohlendioxid. Daher sollten hier die sparsamsten Geräte gekauft werden, die es auf dem Markt gibt. Sie haben die Energieeffizienzklassen A bis A++.
Nur mit 60 Grad waschen
Auch beim Waschen kommt es auf die Temperatur an. Mit 60 statt mit 95 Grad zu waschen spart ein Drittel des Stroms. Auf die Vorwäsche zu verzichten bringt zehn bis 30 Prozent. Geschirrspüler und Waschmaschine sollten immer voll beladen werden.
Stand-by vermeiden
Man glaubt es kaum, aber Geräte, die nicht ganz ausgeschaltet sind, sondern im Wartemodus (Stand-by) verharren, verbrauchen kräftig Strom. 70 Euro Stromkosten kommen da locker im Jahr zusammen. Die Summe macht's, denn es ist eben nicht nur der Fernseher, bei dem nach dem Ausschalten das rote Kontrolllämpchen weiterleuchtet. Auch Hifi-Anlage, Videorekorder, Radio, Ladegeräte oder Computer mit Drucker und Monitor verbrauchen Strom, nachdem man die „Off“-Taste gedrückt hat, auch wenn dann nicht immer eine Kontrollleuchte brennt. Um zu wissen, ob die vielen Elektrogeräte wirklich ausgeschaltet sind, empfiehlt sich eine Steckerleiste, an die die Geräte angeschlossen sind und die per Knopfdruck ausgeschaltet werden kann. Alternativ kann man auch einfach den Stecker ziehen.
Sonnenkollektoren installieren
Ein Beitrag zum Klima ist natürlich Ökostrom. Den kann jeder selbst erzeugen, vor allem durch Solarzellen auf dem Dach. Für den Eigenbedarf reicht das oft nicht, der Strom wird in der Regel ins öffentliche Netz eingespeist und sorgt dafür, dass an anderer Stelle weniger Kohle verfeuert werden muss, um Strom herzustellen. Eine Solaranlage rechnet sich. Finanziell rentiert sie sich dank der hohen staatlichen Förderung schon nach wenigen Jahren. Und auch ökologisch: Nach etwa drei bis sechs Jahren hat sie die Energie, die für ihre eigene Herstellung benötigt wurde, selbst sauber produziert. Danach sorgt sie bis zum Ende der durchschnittlichen Lebensdauer von 25 Jahren für permanenten Klimaschutz durch Öko-Strom.
Nicht zu stark kühlen
Die ideale Kühlschranktemperatur ist sieben Grad, gemessen in der Gerätemitte. Im Vergleich zu einem 5-Grad-Kühlschrank spart das zehn Prozent Strom. Für das Gefriergerät sind minus 18 Grad ideal. Die Dichtung des Kühlschranks kann man überprüfen, indem man eine Taschenlampe in den Kühlschrank legt. Man sollte von außen kein Licht sehen. Grundsätzlich sollten die Geräte nicht neben dem Herd stehen. Schon eine um ein Grad höhere Umgebungstemperatur erhöht den Stromverbrauch um rund sechs Prozent. Zwischen Kühlschrank und Wand sollte zudem eine Handbreit Platz sein. Das spart zehn Prozent Strom. Denn nur so kann der Wärmetauscher die Wärme, die er im Kühlschrank entzogen hat, nach außen abgeben.
Glühbirne wegwerfen
An der Glühbirne entzündete sich der politische Streit um Energieeinsparung. Denn sie hat einen unverschämt schlechten Wirkungsgrad. Weniger als zehn Prozent der Energie wird in Licht umgewandelt. Und da etwa zehn Prozent des Strombedarfs eines Privathaushaltes für die Beleuchtung benötigt werden, ergibt sich hier ein großes Einsparpotential. In einem Vierpersonenhaushalt könnten es 74 Euro im Jahr weniger sein. Die Energiesparlampe, eine Weiterentwicklung der Neonröhre, ist als Alternative in aller Munde. Sie spart bis zu 80 Prozent Energie im Vergleich zur Glühbirne und hält zehnmal so lange. Effizienzklasse A ist dabei die beste Kategorie. Es gibt verschiedene Varianten, von „warmes Licht“ bis Tageslicht. Deckenfluter sollten mit herkömmlichen Glühlampen gekauft werden, die dann durch Energiesparlampen ersetzt werden.