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Deutscher Wetterdienst Mehr Hitzewellen und Unwetter in Deutschland

24.04.2007 ·  Der beschleunigte Klimawandel und die Erderwärmung wird unaufhaltsame Folgen für Deutschland haben. „Der globale Klimazug rollt und ist nicht mehr anzuhalten“, sagte der Präsident Wolfgang Kusch vom Deutschen Wetterdienst, der erstmals jährliche Zahlen und Fakten in Berlin vorstellte.

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Wegen des Klimawandels muss sich Deutschland nach Ansicht des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf mehr Hitzewellen mit zahlreichen Todesfällen und auf schwere Unwetter einstellen. Nach den am Dienstag in Berlin vorgelegten Wetterbeobachtungen des DWD stiegen die Temperaturen in den vergangenen Jahren bereits deutlich an. „Der globale Klimazug rollt und ist nicht mehr anzuhalten“, sagte DWD-Präsident Wolfgang Kusch. Der Wetterdienst forderte deshalb, sich in Deutschland auf die Folgen besser einzustellen. Besonders die Landwirtschaft werde mit den Klimaänderungen zu kämpfen haben.

Der Klimawandel werde „wachsende Risiken“ für die Gesundheit der Menschen mit sich bringen, sagte Kusch. Hitzewellen würden zu einer großen Anzahl von Todesfällen führen, auch die Hautkrebs-Raten würden steigen. Im Sommer werde es zunehmend zu starken Gewittern kommen. Im Winter werde es mehr Regen und weniger Schnee geben. Wintersport werde daher in vielen Gebieten seltener als bisher möglich sein, sagte der DWD-Präsident.

Klimawandel bereits „konkret“

Die Veränderung des Klimas ist nach den Worten Kuschs bereits jetzt „konkret“. Die Jahre von 1990 bis 1999 waren nach Angaben des DWD das wärmste Jahrzehnt des gesamten 20. Jahrhunderts. Fünf der insgesamt zehn wärmsten Jahre des 20. Jahrhunderts gehörten in diese Zeitspanne. Auch in den vergangenen sechs Jahren war es stets wärmer als im langjährigen Mittel, das bei 8,2 Grad Celsius liegt. Am wärmsten war es im Jahr 2000 mit einer Durchschnittstemperatur von 9,9 Grad Celsius.

Bei den jährlichen Niederschlagsmengen beobachtete der Wetterdienst ebenfalls einen Anstieg. In zehn der vergangenen fünfzehn Jahre regnete es überdurchschnittlich viel. Das Jahr 2002 mit dem Elbe-Hochwasser war das niederschlagsreichste seit 1901. Auch so genannte Starkniederschläge mit mehr als 30 Litern pro Quadratmeter wurden vermehrt beobachtet. Bei einer sich weiter aufheizenden Erdatmosphäre sei mit mehr Wetterextremen wie schweren Gewittern oder Hagel zu rechnen, erklärte der Wetterdienst.

Der DWD rief deshalb dazu auf, sich rechtzeitig auf höhere Temperaturen und schwerere Unwetter einzustellen und vorzubereiten. Es gehe darum, die Reisegeschwindigkeit des Klimazuges zu beeinflussen und vielleicht „einen sicheren Bahnhof“ zu erreichen, sagte Kusch. Angesichts der zu befürchtenden Hitzewellen schlug der DWD unter anderem vor, Gebäude besser gegen Aufheizung zu schützen und im Sommer auf Fußwegen für mehr Schatten zu sorgen.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP
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