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Jean-Dominique Cassini Vier Monde und eine Lücke

29.06.2004 ·  Wer über Saturn spricht, muß auch über ihn sprechen. Er entdeckte vier Monde des Planeten. Die auffällige Teilung der Ringe trägt ebenso seinen Namen wie der Orbiter der aktuellen Mission: Jean-Dominique Cassini.

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Es liegt nahe, ein Raumschiff, das vier Jahre lang das System des Saturn erforschen soll, nach Jean-Dominique Cassini zu benennen. Der bedeutende französische Astronom italienischer Abstammung (Geburtsname: Giovanni Domenico) beschäftigte sich intensiv mit der Natur von Kometen, machte seine bahnbrechenden Entdeckungen jedoch durch die Beobachtung des Saturn.

Bereits als angesehener Astronom, der unter anderem die eisigen Polkappen des Mars beobachtet und korrekt gedeutet hatte, wurde der 1625 in Perinaldo bei Nizza geborene Cassini von Sonnenkönig Ludwig XIV. an die Akademie der Wissenschaften in Paris berufen. Dort traf er auf Christiaan Huygens, den Entdecker des Saturnmondes Titan, und entdeckte 1671 mit der Eiskugel Japetus einen zweiten Begleiter des Saturn - und zwar ausgerechnet im Beisein des niederländischen Astronomen. Später erspähte Cassini drei Trabanten des Saturn: Rhea, einen weiteren Eismond, sowie Dione und Tethys.

Lücke zwischen den Ringen

1675 gelang ihm eine weitere, besonders spektakuläre Entdeckung. In dem lange als massiv angesehenen Ring des Saturn entdeckte er eine Lücke, die heute als Cassinische Teilung bekannt ist. Es handelt sich um eine 4450 Kilometer breite Region, von der man heute weiß, daß sie nicht völlig leer ist, in der jedoch die Dichte der Partikel besonders gering ist. Die Entdeckung der Teilung brachte Cassini zu der Überzeugung, daß Saturn nicht von einem massiven, sondern von vielen feineren Ringen umgeben ist. Damit war er seiner Zeit rund 200 Jahre voraus, denn erst 1895 wurde durch spektroskopische Untersuchungen bewiesen, daß Cassini recht hatte.

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