Home
http://www.faz.net/-gxa-6yntx
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Netzrätsel Von Mensch zu Maschine

 ·  Es gibt so gut wie nichts, was es nicht gibt im Netz der Netze: Geniales, Interessantes, Nützliches und herrlich Überflüssiges. Diesmal: Ein Computer als Gesprächspartner für einsame Stunden.

Kolumne Bilder (2) Lesermeinungen (0)
© www.jabberwacky.com

Die Frage, ob man mit Computern sinnvoll kommunizieren kann, beschäftigt Wissenschaftler schon seit Jahrzehnten. Bereits 1966 schuf Joseph Weizenbaum ein Computerprogramm namens Eliza, mit dem eine einfache „Konversation“ möglich war. Das Programm konnte freilich nicht den Sinn der schriftlich geführten Unterhaltung verstehen, sondern diese nur semantisch analysieren und vergleichsweise stereotyp darauf reagieren.
Inzwischen gibt es bessere Vertreter dieser Art von künstlicher Intelligenz, was sicherlich auch durch Wettbewerbe wie den Loebner-Preis gefördert wird, in dem Programme prämiert werden, die einem 25-minütigen Turing-Test standhalten. Einer der Loebner-Preisträger ist der Chatbot „Jabberwacky“, zu finden unter www.jabberwacky.com.
Das Besondere an Jabberwacky ist, dass er nicht nur auf vorher programmierte Schlüsselworte anspringt, sondern mit jedem geführten Online-Chat gewissermaßen dazulernt. Jabberwacky erweitert von Tag zu Tag seinen Wortschatz und ist damit in der Lage, immer realistischer und nachvollziehbarer zu reagieren. Zusätzlich können Sie über die Dropdown-Menüs „reaction“ und „emotion“ steuern, wie sich Ihr Chatpartner intellektuell und emotional verhält. Wenn Jabberwacky etwas inhaltlich Falsches von sich gibt, kann er durch Klick auf die Schaltfläche „Correct me“ berichtigt werden und damit hinzu lernen. Wenn man einigermaßen des Englischen mächtig ist, kann man mit Jabberwacky tatsächlich einigermaßen luzide Gespräche führen. Auf der Website befinden sich übrigens mit „George“ und „Joan“ zwei weitere Chatcomputer, die sogar grafisch animiert sind. Doch nach meiner Erfahrung kann Jabberwacky „besser“ kommunizieren. Viel Spaß!

Nun unser Rätsel: Finden Sie eine Google-Suchabfrage, deren erstes Suchergebnis zur heute vorgestellten Internetseite verweist. Die Suchabfrage muss aus drei Wörtern bestehen, von denen keines ein „b“ beinhalten darf.
Bitte senden Sie Ihren Lösungsvorschlag per E-Mail an j.reinecke@faz.de.j.reinecke@faz.de Unter allen Einsendern verlosen wir einen 25 Euro-Einkaufsgutschein von libri.de. Der Einsendeschluss ist Mittwoch, der 28. März 2012 um 21 Uhr.
Das Rätsel der vergangenen Woche hat Silvia Kowalski aus Dortmund mit der Lösung „Share one time“ gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!
 

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Die Bändigung des Klons

Von Joachim Müller-Jung

Das Klonen von Embryonen muss gezügelt werden. In der Praxis dürfte sich der biotechnische Fortschritt ohnehin als unbrauchbar erweisen. Die Alternativen sind vielversprechend. Mehr 24 61