Hand aufs Herz: Wüssten Sie, ohne eine Suchmaschine bemühen zu dürfen, was ein „Kestrel 920“ ist? Klingt irgendwie nach einem schweren, grobschlächtigen, technischen Gerät, das vornehmlich beim Tiefbau eingesetzt wird - ist aber in Wirklichkeit ein Musikinstrument. Dies und vieles mehr ist auf http://www.oddmusic.com/ zu lernen, einer Internetseite, die sich ausführlich mit Instrumenten der ganz besonderen Art befasst. In der Abteilung „Gallery“ werden im Moment gleich 145 dieser Klangerzeuger vorgestellt, und zwar mit Fotos, einer ausführlichen Beschreibung und Klangbeispielen in Form von Audio- oder Videodateien.
Der oder das oben erwähnte Kestrel 920 klingt übrigens, als hätte man die inzwischen leicht ergrauten Mitglieder der Formation „Einstürzende Neubauten“ mehrere Tage lang ohne feste Nahrung in einer überdimensionalen Volière eingesperrt und aufgefordert, sich ausschließlich nonverbal bemerkbar zu machen. Geradezu Wohlklang verbreitet dagegen ein Stahlblatt namens „Nondo“. Bemerkenswert ist neben dem Wiener Gemüseorchester (Vienna Vegetable Orchestra) auch das Tonbeispiel des auf einem Fahrrad basierenden „Bikelophone“. Hier sind zumindest ostinate, rhythmische Strukturen und Melodiefetzen zu erkennen. Gewarnt sei zu guter Letzt vor dem Foto, das sich auf der Seite der „Giant Tuba“ befindet; wer es heimlich im Büro betrachtet, der muss mit einem Lachanfall nicht unter zwei Minuten rechnen. Warum? Sehen Sie selbst.
Nun unser Rätsel: Welcher ehemalige Postbedienstete ersann zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg ein elektronisches Instrument, das unter anderem der Vertonung eines berühmten Hitchcock-Films diente? Senden Sie Ihren Lösungsvorschlag (Vor- und Zuname des Erfinders, sowie Name des Instruments) bitte per E-Mail an j.reinecke(at)faz.de. Zu gewinnen gibt es einen Gutschein im Wert von 25 Euro für libri.de. Einsendeschluss ist Mittwoch, der 7. September 2011 um 22 Uhr.
Das Rätsel der vergangenen Woche hat Ingrid Meißner aus Erding mit der Lösung „Syrinx“ gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!