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Aktualisiert: 18.06.2014, 06:00 Uhr

Heute in der Zeitung Wir müssen die Medizin neu denken

Von nützlichen Keimen, Fortschritten in der Nanoelektronik und Wassermassen in der Erdkuste sowie dem Mega-Teleskop SKA ohne Deutschland und von der Genomrevolution und ihren Folgen berichten wir in der heutigen F.A.Z.-Beilage „Natur und Wissenschaft“.

© F.A.Z. Die Seite N1 der Ausgabe von diesem Mittwoch

Der Rechner von morgen wird nicht mehr aus Silizium bestehen. Nanoröhrchen aus Kohlenstoff und sogar Drähte aus DNA gelten als aussichtsreiche Materialien für kommende Herausforderungen in der Elektronik. Das Mineral Ringwoodit, das im Erdinnern reichlich vorkommt, kann gewaltige Wassermassen aufnehmen. Ist es die Quelle für den vermuteten unterirdischen Ozean? Der Magenkeim H.  pylori, Ursache für viele Krankheiten, schützt vermutlich vor Übergewicht. Und die Bakterien befallenden Phagen können offenkundig dort helfen, wo Antibiotika versagen. Deutschland will aus dem Teleskoparray SKA aussteigen. Doch das könnte fatale Folgen haben - nicht nur für die Radioastronomie. Die schnelle Sequenzierung des menschlichen Erbguts hat eine Revolution ausgelöst. Diese Umwälzung zeigt bereits Auswirkungen auf die Medizin und die Gesundheitsversorgung, wie Joachim Müller-Jung berichtet. 

Hier ein Auszug aus dem Artikel:

„...Doch gerade weil die gegenwärtige Krise der digitalen Welt noch so weit weg war, mit der sich Frank Schirrmacher, der Herausgeber dieser Wissenschaftsbeilage, bis zu seinem Tod beschäftigt hat, muss man es als geradezu prophetisch bezeichnen, wie er die Genomrevolution um die Jahrtausendwende als Vorzeichen einer „dritten industriellen Revolution“ annonciert hat...Ein Beispiel: der Walldorfer Software-Konzern SAP. Die Firma bietet ihren mehr als 65.000 Mitarbeitern weltweit seit Juni die „molekulare Profilierung“ an. Ziel ist die genomische Analyse des Erbguts im Hinblick auf eine möglichst maßgeschneiderte individuelle Krebstherapie. Die Rechnung des Konzerns ist einfach: Ausgehend von den allgemeinen Krebsstatistiken, leiden allein bei SAP rund drei Prozent bereits an Krebs, weitere 0,5 Prozent werden jedes Jahr neu mit Tumoren diagnostiziert – ergibt 1900 Mitarbeiter, die bereits an der Krankheit leiden...Die personalisierte Krebsdiagnostik soll den SAP-Mitarbeitern die Chance geben, aufbauend auf den jüngsten Fortschritten zielgerichteter Krebsmittel und den persönlichen Genominformationen die bestmögliche Tumortherapie zu erhalten.
Das interne Projekt bei SAP ist keineswegs das einzige Engagement, die Genomrevolution „an den Mann“ zu bringen...“

Der  vollständige Artikel ist  in der Mittwochbeilage „Natur und Wissenschaft“ der F.A.Z. zu lesen.

NuW, N2, von Mittwoch, den 18.06.2014 © F.A.Z. Vergrößern Die Seite N2 der Ausgabe von diesem Mittwoch

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