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Heute in der Zeitung : Goldgräberstimmung in den Biowissenschaften

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Von einer neuen Präzisionsschere für das Erbgut, den Zusammenhängen zwischen Depressionen und Demenz, der Renaissance der Immuntherapie und der Erosion der Äcker berichten wir in der heutigen F.A.Z.-Beilage „Natur und Wissenschaft“.

          Auf ihrem Jahreskongress debattierten die deutschen Internisten über neue Strategien, die Rolle des Immunsystems bei diversen Erkrankungen in den Blick zu nehmen. In der „Globalen Bodenwoche“, die am Montag begann, befasst man sich mit der den gravierenden Folgen von falscher Landnutzung und Bodenverseuchung. Eine neue Studie zeigt die Zusammenhänge von Diabetes, Depressionen und Demenz auf. Und in den Biowissenschaften spricht man schon vom Nobelpreis, wenn die Rede auf einen Baustein des bakteriellen Immunsystems kommt, der sich als ideale „Erbgut-Schere“ erwiesen hat. Künftig könnten Eingriffe ins Genom viel einfacher werden. Unsere Mitarbeiterin Hildegard Kaulen hat nachgeforscht, welche Chancen und welche ethischen Fragestellungen damit auf uns zukommen.

          Hier Auszüge aus dem Artikel:

          „...Jetzt erleben die Biowissenschaften wieder einen großen Sprung, und es ist wieder ein neues Werkzeug, das ihn einläutet. Nicht einmal drei Jahre nach der Entdeckung seines Potentials ist schon von einem möglichen Nobelpreis die Rede. Das neue Werkzeug, das den wenig erhellenden Namen CRISPR-Cas9 trägt und ursprünglich aus dem Bakterium Streptococcus pyogenes stammt, editiert und redigiert Genome punktgenau. Es ist ein Präzisionsskalpell für den Eingriff ins Erbgut, auf das die Biowissenschaften schon lange gewartet haben. Eine kurze RNA dirigiert CRISPR-Cas9 zielsicher zu einer komplementären DNA-Sequenz im Genom. Dort lagert es sich über eine Watson-Crick-Paarung an den passenden DNA-Einzelstrang an und zerschneidet danach beide Stränge mit einem glatten Schnitt. Editiert wird das Genom bei der Reparatur dieser offenen Doppelstrang-Enden. CRISPR-Cas9 ist so einfach zu bedienen und dabei so effizient, dass damit quasi jeder zelluläre Bauplan im Kern überarbeitet werden kann, auch die DNA der Keimbahn. Damit ist erstmals eine Situation eingetreten, in der theoretisch jeder beliebige Laborant mit molekularbiologischem Sachverstand eine Keimbahntherapie in Angriff nehmen könnte. Oder gentechnisch veränderte Pflanzen herstellen könnte. (...)“

          Der  vollständige Artikel ist  in der Mittwochsbeilage „Natur und Wissenschaft“ der F.A.Z. zu lesen.

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          Ansprechpartner:  wissenschaft@faz.de

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