25.01.2013 · Leser und Journalisten recherchierten gemeinsam zum Thema „Organspende: Für und Wider“. Dutzende Argumente wurden ausgewertet. Fazit: Denkt mehr über Würde nach.
Von Ralf GrötkerRichtlinien für Lesermeinungen
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Mehr Achtsamkeit, Respekt und Empathie in der Transplantationsdebatte
Patienten liegen im Sterbeprozess und mit Hirntodkriterien auf 'Intensiv'. Katecholamine werden perfundiert. Maschinelle Beatmung erfolgt, damit Spenderorgane nicht absterben. Medizinisch vitalisierte Organe zur Rettung von Organempfängern bei unwiderruflichem Sterben des Organspenders beinhalten d e n entscheidenden Zielkonflikt. Zugleich brauchen potentielle Transplantatempfänger auch intensivmedizinische Betreuung und OP-Vorbereitung. Diese ethische Problematik wird nicht allein dadurch gelöst, dass alle unreflektiert Organspende-Ausweise in die Hand gedrückt bekommen. Und die reine Widerspruchslösung leugnet die informationelle Selbstbestimmung. Bessere bio-psycho-soziale Bedingungen für diejenigen schaffen, die in Intensivpflege, im OP und ärztlichen Dienst, in Technik/Logistik bei Explantation und Implantation einerseits den Sterbeprozess bei Spendern aufhalten, andererseits bei Organempfängern unter enormem Zeit- und Erfolgsdruck stehen. Es geht um die "Conditio humana"!
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 30.01.2013 21:10 UhrHoppla, verkehrt rum
Jetzt sind die Ärzte und das Personal die Opfer?
Zweifellos müssen jene Organe und Körperteile, die verpflanzt
werden sollen, noch lebendig sein!
Zweifellos, muss man dann den Rest "für Tot
erklären". Er ist ja auch noch lebendig.
Da fällt mir ein Zitat ein:
"Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr
kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit
wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es
überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv
waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze
unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen,
das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und
Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren. Beweis:
Schmuggel, Opium- und Sklavenhandel."
Der Autor ist ebenfalls für tot erklärt: Karl Marx
In Wahrheit, sind die Dinge doch zweifellos erkennbar.
Wenn das Verfassen von Beiträgen nicht funktioniert und man immer
wieder auf die Ursprungsseite zurückgeworfen wird:
- Cache leere
- Abmelden
- faz.net neu laden
- neu anmelden
Meistens klappt es dann.
rg
@ Herr Lehmann, jetzt gehen Sie aber entschieden zu weit
ich habe keine Ahnung, wer der ominöse Steel Steel ist und meine
Meinung sage ich noch immer unter Klarnamen.
Sie hätten sich beim Faktencheck einbringen können, warum
haben Sie das nicht getan? Nun ist diese Möglichkeit leider nicht
mehr gegeben, aber das Lesen "Organspende: Für und Wider"
mit allen(!) Kommentaren oder aber der Übersicht in der
Vergrößerung (ebenfalls mit Kommentaren) sollten Sie
unbedingt noch nachholen.
Regelungen zur Organspende im Ausland
In Italien, Luxemburg, Österreich, Portugal, Slowenien, Spanien,
Tschechien und Ungarn gilt die so genannte Widerspruchsregelung. Danach
wird man nach dem Tod zum möglichen Organspender, wenn man nicht
ausdrücklich etwas anderes festgelegt hat; in vielen Fällen
haben dann nicht einmal die Angehörigen ein Widerspruchsrecht.
Sonderformen der Widerspruchsregelung gibt es den Angaben zufolge in
Belgien, Finnland und Norwegen. Auch in Schweden und Frankreich wird man
automatisch zum Organspender. Allerdings müssen in diesen
Ländern die Angehörigen informiert werden, ein Einspruchsrecht
haben sie jedoch nicht.
In Deutschland, Dänemark, Griechenland, Großbritannien,
Irland, den Niederlanden und der Schweiz gilt dagegen die erweiterte
Zustimmungsregelung. Hier muss zu Lebzeiten einer Organentnahme im
Organspenderausweis zugestimmt werden. Liegt diese Erklärung nicht
vor, können die Hinterbliebenen entscheiden. Quelle: epochtimes
Frau Renate Simon, Ihre Stimmungsmache ist unseriös.
Haben Sie überhaupt einmal einen natürlich sterbenden Menschen erlebt?
bei fast JEDEM Menschen natürlich sterbenden Menschen hört
irgendwann die Atmung und - je nach Vorerkrankungen - erst mach einer
gewissen zeit (die einem sehr lang erscheinen kann) das Herz auf, zu schlagen.
DAS IST NORMAL.
ich kann - falls Sie Bedarf haben - auch GERNE EINMAL BESCHREIBEN, WIE
ES AUSSIEHT, WENN EIN MENSCH WEGEN EINER HERZSCHWÄCHE In SEINEM
BETT NACH LUFT SCHNAPPT, OBWOHL ER NICHTS ANDERES TUT, ALS DORT ZU SITZEN.
Und wie diese Patienten Angst davor haben, zuhause zur Toilette gehen zu
müssen, weil sie dafür die für sie unendlich
beschwerliche Strecke von 10 Metern gehen müssen.
Oder wie es für einen Pat. ist, 3 mal die Woche an eine Maschine
angeschlossen zu werden, die einem fast den Kreislauf zusammenbrechen
lässt und man sich erst einmal einen Tag davon erholen muss, man
kaum etwas trinken darf und die grosse Kanüle zum 2500.sten Mal in
das eigene Blutgefäß gestochen wird... etc
Herr Lehmann, danke, dass Sie Ihren Ton etwas gemäßigt haben
wie Shunts liegen, ist mir bekannt. Aber davon abgesehen sind wir
letztlich gar nicht soweit voneinander entfernt. Die erweiterte
Zustimmungslösung wäre m.E. völlig o.k., ich will ja
niemanden am Spenden hindern, ich möchte nur, dass sich jeder
über die Konsequenzen, die der Hirntod nun einmal für den
Sterbenden hat, klar ist. Ich habe meine Schwiegermutter und meinen
Mann, 1971 eine nur 5 Jahre ältere krebskranke Kollegin über 4
Wochen im Krankenhaus, täglich über mind. 12h, bis zum Tod
begleitet (sie lag ein halbes Jahr, ich 6 Wochen, davon 2 in ihrem
Zimmer).
Mir liegt daran, dass so konkret wie heute möglich über den
Hirntod aufgeklärt wird und dabei auch berücksichtigt wird,
dass die Kriterien gegenüber den Anfängen doch sehr
aufgeweicht wurden. Und wie die Organentnahme oder auch
Multiorganentnahme vonstatten geht, ist vielen nicht klar. Ich meine,
nur ein aufgeklärter Patient oder Spender/Empfänger ist auch
ein mündiger Patient. Sind wir uns soweit einig?
Frau Simon..
die Zitate, die Sie hier aus dem Zusammenhang gerissen bringen, sind
klar tendenziös.
Das hat nun wirklich NICHTS mit Information, sondern mit DESINFORMATION
zu tun.
Dass Sie keine Ahnung von Shunts haben, sei Ihnen verziehen. Auch Shunts
liegen unter der Haut, ein Patient wird alleine dafür oftmals neu
operiert, weil diese nur begrenzt halten. Ein kleines bißchen mehr
Zurückhaltung bei Themen, von denen Sie keine Ahnung haben,
wäre jedoch wirklich dem wichtigen und ernsten Thema zuliebe angebracht.
Übrigens bin ich gegen die Einspruchslösung und für die
erweiterte Zustimmungslösung, aber eben aufgrund seriöser
Informationen und nicht aufgrund der hier getätigten
üble Stimmungsmache mit phantasievollen Unterstellungen ( siehe
auch "steel steel") letztlich ist das ja auch Ziel der
Entscheidungshilfe der FAZ.
Fundamentalismus ist ein schlechter Berater und ich kann manipulative
"Zitate" und Instrumentalisierung der angeregten
Angstphantasien der Leser nicht unwidersprochen lassen...
Herr Lehmann, Ihrem Kommentar entnehme ich,
dass Sie den Faktencheck mit allen Kommentaren nicht gelesen haben.
Vielleicht holen Sie das einmal nach. Wie kraftraubend es für einen
Kranken ist, nur eben zur Toilette zu kommen, habe ich bei meinem Mann
erlebt. Und was Luftnot angeht, könnte ich Ihnen selbst etwas erzählen.
Soweit mir bekannt ist, werden Krebs- und Dialysepatienten usw. Shunts
gesetzt. Ihre Argumentation "2500.stes Mal" ist unseriös.
Ich glaube nicht, dass ich hier unseriös argumentiere, mir liegt
daran, dass sich jeder ausreichend informiert und dann mag er spenden
oder auch nicht. Prof. Wuermeling sagt es so: "Ob es eine
Christenpflicht zur Organspende gibt, mag heute dahingestellt bleiben.
Aber daß es eine Christenpflicht gibt, sich über deren
Voraussetzungen zu informieren, kann nicht bezweifelt werden."
Darf man fragen, weshalb Sie sich hier so vehement für die
Organspende einsetzen bzw.
dafür kämpfen? Alle, die dies tun, machen es nicht umsonst,
während diejenigen, die
wenigstens Aufklärung möchten, dies aus selbstlosen
Gründen tun und keinen wirtschatlichlichen
Vorteil davon haben. Es empfiehlt sich genauer hinzuschauen, aus welcher
Funktion und
aus welchen Motiven Leute ihre "gesicherten" Erkenntnisse verkaufen.
an den Herrn, der sich nicht einmal traut, seinen Klarnamen anzugeben
Ich setze mich keineswegs "vehement für die Organspende"
ein, sondern habe einige FAKTEN beigetragen. Weil ich da fachspezifische
Kenntnisse habe.
Und wenn Sie - durch ihre Anonymität geschützt - diejenigen,
die sich für ein mieses Gehalt die Nächte um die Ohren hauen,
um Leben zu retten, hier als finanzielle Profiteure darstellen, die sie
nicht sind. Ob man die Nächte wegen eines Polytraumatisierten oder
wegen einer Transplantation ohne Schlaf verbringt, ergibt den gleichen
"Verdienst" für die Ärzte - konkret gesagt sogar 30%
weniger als tagsüber. Am nächsten Tag geht es natürlich
weiter, weil Transplantationen immer unvorhersehbar sind und das
OP-Programm des nächsten Tages durchgezogen werden muss.
Interessant ist aber, wieso Sie die manipulative Desinformationen durch
Frau Simon nicht kritisieren (oder sind Sie nur ein anonymer
Zweitaccount von Frau Simon?) , sondern ausgerechnet sachlich
argumentierende Menschen persönlich diffamierend angreifen ?
Das gibt doch zu denken...
Nachtrag,eines fehlt noch(ggf habe ich es übersehen)Herr Grötker:Wie machen es die anderen?
Zustimmungspflichtig oder Widerspruchslösung oder etwas anderes.
Eine kleine Übersicht. Europa, Amerika(Nord/Süda.)
Asien,Afrika, Australien, Japan, Neuseeland ggf China wobei man ggf noch
trennen könnte wie Autoritär/Freiheitlich das betreffende Land ist.
Wenn ich mir das Ergebnis oder genauer, die Lesermeinungen ansehe bin
ich skeptisch das es heute mehr Organspendebeführworter gibt als
von einem Jahr, das Thema ist ein bohren dicker Bretter seit
Jahrzehnten, es ist ja auch eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Tot
obwohl man es getrennt davon durchdenken sollte, was schwierig ist.
PS gff noch ein Ausblick was macht die Bioprothetik, oder die Gegenwart
und Zukunft von
züchtbaren Biomaterialien aus eigenen Körperzellen.
PS2 Hatten sie eine Absicht (Aufklärung/Abschreckung) als sie
begonnen hatten oder haben sie das Thema eher zufällig aufgegriffen?
PS3 ggf Wiedervorlage in 5 Jahren ;-)
Warum dieses Thema?
Die Themenauswahl erfolgt eher aus formalen Gründen: Was eignet
sich gut für diese Art von Diskussion? Was interessiert Leser? Wo
kann ich relativ schnell auf entsprechende Expertise zurückgreifen?
Dann Proporz: Der Faktencheck soll z.B. nach Möglichkeit nicht
ausschließlich medizinethische Themen berücksichtigen.
Die Abstimmung erfolgt dann innerhalb der Jury. Der Jury gehören an:
Joachim Müller-Jung, FAZ (Ressortleiter Natur und Wissenschaft)
Michael Angele (Ressortleitung Kultur, Der Freitag)
Florian Rötzer, Telepolis (Chefredakteur)
Christina Beck, Max-Planck-Gesellschaft (Referatsleiterin Wissenschaftskommunikation)
Klaus Dartmann, WPK e.V. (Mitglied des Vorstands)
Sascha Karberg, Journalistenbüro Schnittstelle
Ralf Grötker, Journalistenbüro Schnittstelle
(Projektleitung Faktencheck)
Hatte ich vorher eine Meinung? - Ja. Ich war grundsätzlich für
die Organspende, war allerdings der Meinung, dass die Diagnose-Kriterien
zu lasch sind.
Herr Keller, wenn ich hier, soweit ich kann, schon mal antworten darf
so muss man festhalten, dass allein die Diagnose Hirntod in jedem Land
anders geregelt ist. Ebenso das Thema Organspende. Soweit ich
weiß, gibt es in Österreich die Widerrufsregel, wer nicht
widerspricht, ist automatisch Spender.
Aus einem Brief des Bundesgesundheitsministeriums:
„...Mit dem Gesetz zur Änderung des Transplantationsgesetzes
werden EU-rechtliche Vorgaben umgesetzt. Damit werden in Europa
einheitliche und klare gesetzlich festgelegte Standards für die
Qualität und Sicherheit der Organtransplantation hergestellt....“
Diese einheitlichen Standards gibt es aber noch nicht, jedes Land regelt
es anders. Wir sind wohl mal wieder Vorreiter in der Umsetzung von EU-Regeln.
Beschreibung einer Nierenentnahme von einer Krankenschwester:
Wenn das Herz entnommen wird, dann ist man am schnellsten tot, also so
richtig tot. Das geht ruckzuck, in einem Moment ist er noch rosig, im
nächsten liegt er da wie eine richtige Leiche. Bei einer
Nierenentnahme dauert es viel länger. Das Herzsterben eines
„hirntoten“ Patienten nach einer Nierenentnahme empfindet
die Krankenschwester als besonders unerträglich. Der Spender blutet
bis zum letzten Herzschlag aus, wobei sich die verlangsamte Rhythmik auf
dem Monitor abbildet und akustisch hörbar ist: „Der Patient
liegt auf dem Tisch, er ist noch rosig, er atmet noch, das Herz
schlägt, und plötzlich wird er langsam blass, weil er
ausblutet. Und das dauert und dauert und dauert, das Herz schlägt
immer noch und hört nicht auf. Man muss ja den Monitor dranlassen.
Eigentlich sind die Operateure fast fertig und gehen weg, und wenn die
Spender junge Leute sind, arbeitet das Herz womöglich noch.“
aus:
Herzloser Tod - Das Dilemma der Organspende v. Ulrike Baureithel/Anna Bergmann
Wenn man keinen blassen Schimmer von einem Fachgebiet hat (so wie Sie)
dann sollte man auch nicht versuchen, Fachspezifische Texte als LAIE mit
seinen Phantasien zu bereichern oder unzulässige Schlüsse
vorzunehmen bzw manipulativ in den Hirnen Anderer einzupflanzen.
SELBSTVERSTÄNDLICH muss der Spenderorganismus so stabil wie
möglich gehalten werden und alle Maßnahmen getroffen werden,
um eine optimale Durchblutung bis zur Entnahme großer Organe zu gewährleisten.
Alle Organe werden mit speziellen Lösungen konserviert,
schliesslich müssen diese mehrere Stunden bis zur erneuten
Durchblutung im Empfänger möglichst schadlos überstehen.
Die Pflege und die ärztliche Betreuung der SPENDER ist für
alle Beteiligten psychisch sehr belastend, denn man hat ja bis zuletzt
gemeinsam um sein Leben gekämpft.
ALL DAS führt aber in der Regel einige Tage später zu im
Spender-KH eintreffenden Dankesbriefen, die von erfolgreichen
Transplantationen und damit gleich mehreren (!) geretteten Leben berichten.
Herr Lehmann, das waren nicht meine Texte
ich habe mir erlaubt, den Text der Uni Heidelberg von Herrn Rotondos
Seiten zu entnehmen. Leider ist der Link zum Heidelberger pdf nicht mehr
aktiv. Dass um das Leben des Spenders bis zuletzt gekämpft wird...
Herr Lehmann, sobald feststeht, dass derjenige Organspender ist, wird er
auch so behandelt.
Die Dankesbriefe... Spender sind anonym. Dabei vergessen Sie zu
erwähnen, dass der Empfänger ja nicht "gerettet"
ist. Er lebt unter ständiger Einnahme von Medikamenten mit der
Gefahr, das neue Organ zu verlieren, ein weiteres zu benötigen.
Dieser Umstand findet sich auch in der Anzahl der potentiellen
Empfänger, die sich auch aus diesen Patienten rekrutieren.
Weiterhin bergen die eingenommenen Medikamente weitere Gefahren an Krebs
usw. zu erkranken.
Und letztlich übersehen Sie m.E., dass kein Leben unendlich ist.
Man gewinnt evtl. etwas mehr Lebenszeit mit dem Umstand,
Angehörigen von evtl. Spendern ein schlechtes Gewissen zu machen,
um eine Einwilligung zu bekommen.
@Klaus Keller : Wohl ehr dem Egoismus zugewandet !?
Wenn man es für sich als selbstverständlich ansieht, andere auszuschlachten und damit andere ihrer Würde als Mensch zu berauben nur um für sich mehr Lebenzeit zu kaufen, so ist das dem Egoismus zugewandt. Für diese Lebensfristverlängerung die neben dem Erhalt des Transplantats enormen medizinischen Aufwand erfordet. Das sollte man auch in Betracht ziehen. Jeder hat für sich eine eigene Würde als Mensch von seiner Zeugung bis zu seinem entgültigen Tod, die ist primär zu achten und zu schützen, auch durch Hospiz und Pallativmedizin ein dieser Würde gerechtes Ableben zu ermöglichen. Der Mensch ist kein Nutz- und Wegwerf Produkt.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 27.01.2013 17:28 UhrEs sterben Kinder auf Grund von Unfällen
oft wegen eines Schädel-Hirn-Traumas im OP. Nach Verkehrsunfall,
Sturz aus dem Fenster, Folgen schwerer Körperverletzung et cetera.
Es sterben nicht nur Erwachsene.
@Keller : abgesehen davon hinkt ihre Argumentation, ihr "olles" Erwachsenherz
wird keinem Kleinkind nützen.
Erzählen Sie das den Kindern die nicht leben dürfen
Die Ressourcen die ein Transplationspatient in Anspruch nimmt,
entspricht vielen Kinderleben.
Wenn ich meinen Körper der mediziischen Wissenschaft spende
und nichts dagegen habe das man möglichst alle Organe nutzt
verliere ich nicht meine Würde.
Mein Erwartung an die Nachwelt darüber hinaus besteht in einer
Urnenbestattung in einem Friedwald, wenn möglich in einer
kompostierbaren Urne.
Erzählen sie ihre Geschichte vom würdelosen tot doch einer
5jähigen die auf ein Spenderherz wartet weil sie mit einem
Herzfehler geboren wurde und sie keine 10 wird wenn sie keines bekommt.
Ich habe nichts dagegen wenn sie vollständig in einer Holzkiste
bestattet werden.
Wir sehen immer wieder Bilder von intensivstationen aber keine
Liveübertragung der Verwesung. Sehr würdevoll!
Haben »Spender/Innen« oder die Angehörigen keine
Einschränkungen vorgenommen, darf eine Multiorganentnahme erfolgen!
· 1 Herz,
· 1 Herzbeutel
· 4 Herzklappen
· 1 Leber
· 2 Nieren
· 1 Bauchspeicheldrüse
· 1 Dünndarm
· 1 Dickdarm
· 1 Magen
· 2 Lungen oder Lungenteile
· mehr als 35 000 km Adern
· 206 verschiedene Knochen (z.B. Arm- und Beinknochen oder
Rippen)
· Kieferknochen
· Gehörknöchelchen (2 Innenohren mit Hammer, Amboss und
Steigbügel)
· 2 Hüftgelenke
· 2 Hände bzw.
· 2 Unterarme
· 2 Hornhäute
· ca. 2 m² Haut
· 1 Luftröhre
· Sehnen
· ca. 27 Bänder & Knorpel
· ca. 250 g Knochenmark
Ablauf einer Multiorganentnahme, Uni Heidelberg 2
...und Blutdruckabfälle beobachten, die bei hypovolämen
Patienten besonders ausgeprägt sind und weshalb sterile Paddles zur
Defibrillation bereit liegen sollten."
Dies zeigt, dass man sogar während einer Organentnahme den
möglichen Herzstillstand bekämpft, wenn er zu früh eintritt!
Nach Abschluss der Organpräparation erhält der Patient (die
Leiche!) Medikamente, die die Blutgerinnung herabsetzen sollen und die
Gefäße weiten, damit sich die Konservierungslösung
gleichmäßig verteilt. Danach werden Gefäße
präpariert, die Aorta abgeklemmt und gleichzeitig der Körper
mit Kühllösung durchspült und Eiswasser in den Bauchraum
geschüttet, um die Organe von außen zu kühlen. Durch den
Blutdruckabfall und die kalte Lösung kommt es "zu schweren
Kreislaufdepression, Herzrhythmusstörungen, Kammerflimmern,
agonalem Rhythmus und Asystolie."
Erst jetzt ist also der Herzstillstand (Asysolie) eingetreten.
Danach können die anästhesiologischen Maßnahmen
eingestellt werden.
ablauf organentnahme
.... und wenn das Herz wie meistens nicht von allein zu schlagen
aufhört " muß der Herzstillstand vorbereitet werden.
Hierzu legen Chirurgen Katheder in die Gefäße, damit rasch
eine Konservierungsflüssigkeit in die Organe strömen kann.
Diese Perfussionslösung hat
einen hohen Kaliumgehalt und bringt das Herz über die
Hauptschlagader zum Stillstand.
Kochsaltlösung mit Eisstücken kühlt außerdem die Bauchorgane.
Erst nach explantierter Lunge wird der Tubus abgenommen" so steht
es in der Informations-
broschüre der BZgA für Ärzte.
Ablauf einer Multiorganentnahme, Uni Heidelberg 1
Dort steht u.a., dass nach dem Hauteinschnitt und dem Durchtrennen des Brustbeins Herzfrequenz- und Blutdruckanstieg vorkommen können. Dann werden die Organe präpariert und dabei kann es zum Absinken des Blutdruckes kommen, der mit Medikamentengabe (beispielsweise mit Akrinor® o.ä.) korrigiert werden muss. Bei der Präparation der Bauchspeicheldrüse können "vasoaktive Substanzen und Entzündungsmediatoren freigesetzt werden, die zu schweren Herzkreislaufstörungen und Herzstillstand führen können und ggf. mit Proteinaseinhibitoren therapiert werden müssen. [...] Erst nach Freipräparation aller Organe kann die makroskopische Beurteilung erfolgen und über die endgültige Entnahme entschieden werden. Parallel zur Präparation der abdominalen Organe wird das Perikard durch den Kardiochirurgen eröffnet, Herz und Lungen beurteilt und die großen Gefäße frei präpariert. Hierbei kann man häufig Herzrhythmusstörungen und Blutdruckabfälle beobachten, die bei hypovolämen Patienten ...
Transplantations.- und Transfusionsmedizin richtet sich an lebende Menschen.
Die Verpflanzung (Transplantation) von Organen hirntoter Menschen ist
nur ein Teil des Fachgebiets.
Ein anderer m.E. wichtigerer Teil sind Spenden von Lebenden. Seien es
Organe, Knochenmark, Blut(man kann das Blut selbst auch als Organ
auffassen) oder anders.
Das Fazit, denkt mehr über Würde nach in Verbindung mit dem Titel:
Von Toten und stebenden, ist m.E. ein Thema für sich.
Stichworte, Sterben im Krankenhaus in Verbindung mit"Auslagern des
sterbens" in Hospitze die nicht Fachabteilung eines Krankenhauses
sind. Abrechnungsschwierigkeiten(wie lautet das Behandlungsziel, es ist
ja nicht der Tot sondern das lindern der Atemnot bis zum Tot
z.B.)Qualifikazion der Mitarbeiter in Hospizen (Fragwürdige
1jähige!!! Helferkurse zur Pflege(hilfs)kraft in Hanau zB)
et cetera.
Die absolut sichere Methode zum Nachweis des Hirntodes...
Ist die arterielle Angiografie der hirnversorgenden Gefäße.
Ich möchte versuchen, es verständlich zu formulieren:
Ist aufgrund einer Hirnschwellung und/oder schwerer mechanischer
Hirnzerstörung ein so starker Intrakranieller ( = innerhalb des
Schädels) Druck vorhanden, daß die Gehirngefäße
kein Blut mehr an das Hirn liefern können, mithin also das Gehirn
definitiv NICHT mehr durchblutet wird, so dürfte auch dem
medizinischen Laien klar sein, daß ein definitiver Hirntod vorliegt.
Ein EEG hat klare methodische Grenzen hinsichtlich seiner Aussagekraft,
vor allem aufgrund der zuvor verabreichten Medikamente.
Ein durch eine Angiografie bewiesener Durchblutungsstopp ist ein sauber
Beweis für eine unumkehrbare Zerstörung des Gehirns und gilt
daher immer noch als " Gold-Standard" in der Medizin. Zudem
eine recht einfache Methode.
Sie hat nur einen Haken: Sie muss natürlich VOR dem Ende des
tödlichen Hirnödems vorgenommen werden, sonst zeigt sie ein
TOTES, aber erneut durchblutetes Gehirn.
Diese Untersuchung kann man fordern, aber wird sie dann auch gemacht?
Da habe ich meine Zweifel. Angehörige bekommen den
"Spender" anschließend i.d.R. gar nicht mehr zu sehen
und wie will man das kontrollieren? Die Protokolle werden später
nur nach mehrfachen Anfragen ausgehändigt und verstärken das
Entsetzen der Angehörigen. Im übrigen ist schon der
Spenderausweis irreführend:
Im Organspendeausweis der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung heißt es: "Für den Fall, dass nach
meinem Tod eine Spende von Organen/Geweben in Frage kommt…"
Darin wird weder der Hirntod als Voraussetzung für eine
Organentnahme genannt, noch wird
erklärt, welche Organe oder Gewebe für eine Entnahme in Frage
kommen. Die meisten Spender stellen sich unter Tod das vor, was tot sein
ist, in diesem Falle aber nicht stimmt.
Wie Herr Rotondo schon im Faktencheck bemerkte, ist keine
Einschränkung im Ausweis angegeben, kann alles entnommen werden.
Auflistung habe ich oben gemacht.
Mein Hinweis sollte dazu dienen...
...aufzuzeigen, daß es EINDEUTIGE diagnostische Ergebnisse gibt,
die jeden Zweifel am Hirntod ausräumen können.
Diese Methode ist zwar nicht für alle Fälle, aber doch
für den wohl überwiegenden Teil der Fälle möglich -
und würde den wohl kritischsten Punkt der Argumentation der
Skeptiker enorm entschärfen.
Wer also die allzu menschliche, allzu verständliche Angst hat, als
Spender "zu früh aufgegeben" zu werden, könnte eine
solche Angiografie bzw. Angio-CT als absolute Bedingung zu Lebzeiten
bereits festlegen, zumindest mündlich gegenüber denjenigen
Personen, die im traurigen Ernstfall ärztlicherseits befragt
werden, um bei Nichtvorliegen eines Spenderausweises den vermutlichen
Willen des potentiellen Organspenders zu eruieren.
Es wäre nicht dumm gewesen, diese sicherste aller diagnostischer
Methoden sowohl auf dem Spenderausweis als auch im wieder einmal schnell
und hastig gestrickten Gesetzesentwurf als Option zu
berücksichtigen.... Denn die Spendebereitschaft würde zunehmen.
Wie pervers mutiert die Relativierung von Menschenwürde
Einerseits gilt es als legitim einem werdenden Menschen relativiert die Menschenwürde, das Recht überhaupt erst zu Leben abzusprechen zu können. Am Ende eines Lebens meint man Menschenwürde relativieren zu können und in ein Ableben beliebig nach Nützllichkeit eingreifen zu können. Ein Schwerstkranker so traurig das ist, der nur noch durch Erhalt von Transplantaten weiterleben kann, hat m.E. keinen zwingenden Anspruch darauf dies zu tun auf Kosten der Menschenwürden anderer Menschen. Eine Spende soll immer etwas _freiwilliges_ sein und nichts unter "sozial."-Gruppenzwang. Wenn sich für einen Schwertskranken eine solche Spende ergibt, soll er sie dankbar annehmen, ein Recht darauf gibt es aber nicht. Er sollte sich bewusst sein, daß er aus eigener Kraft sein Leben nicht mehr weiterführen könnte und zur Weiterführung enorme Ressourchen in Anspruch nimmt. Denn ein Leben mit Transplantat ist mit hohem medizinischen Aufwand verbunden.
Leistung und Gegenleistung in einer Leistungsgesellschaft
Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der man sogar zwangsweise
für nicht abgerufene und ungewollte Leistungen bezahlen muss. Bei
uns in Deutschland gilt: Keine Leistung ohne Gegenleistung!
Willige Spender sollten für ihre Bereitschaft adäquat entlohnt
werden.
Eine faire Entlohnung würde die allgemeine Spendenbereitschaft ganz
sicher erhöhen.
stinkt es nach Korruption und Abzocke in meinem Kopf...
Nein, ich würde auch eine Spende ablehnen
Vorab: Für eine Lebendspende wäre ich jederzeit zu Haben. Eine Organtransplantation lehne ich dagegen strikt ab - und ich selbst möchte auch kein fremdes Organ empfangen. Zum einen geht es tatsächlich um reine Geldmacherei: Selbst jene, die ein Herz oder eine Leber erhalten leben damit oft nur wenige Jahre und sind in dieser Zeit schlicht körperlich und seelisch erheblich eingeschränkt. Das kommt für mich nicht in Frage. Man sollte auch einmal die Vernunft gegen sich selbst sprechen lassen und sich nicht von Ärzten, die ihr Abrechungsprogramm schon leuchten sehen, überreden lassen. Davon abgesehen: Hirntot ist nicht tot. Wer weiß. Mag sein, dass Hirntote niemals mehr aufwachen - und trotzdem kann niemals irgendein Wissenschaftler den Beweis erbringen, dass die Organentnahme bei dem Hirntoten nicht doch zu entsetzlichem Leid führt. Das will ich nicht. Gebt diesen sterbenden Menschen einen würdevollen Rahmen um ihr Leben beenden zu können und schlachtet sie nicht aus.