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Faktencheck: Leser recherchieren mit Organspende: Für und Wider

In den kommenden Wochen sollen wir entscheiden, ob wir unsere Organe nach dem Tod spenden wollen. Zweifel gibt es viele, auch in Bezug auf den Hirntod. Wie triftig sind die Einwände?

© dapd Vergrößern Wird sich die Bereitschaft zum Ausfüllen eines Organspendeausweises bald erhöhen?

Über einen Zeitraum von drei Tagen findet hier eine Live-Recherche statt. Auf Grundlage des folgenden Textes können Sie sich als Leser mit eigenen Informationen und Stellungnahmen beteiligen. Ein Moderator überträgt die laufende Diskussion auf eine Wissenskarte. Neue Elemente oder Elemente, zu denen neue Inhalte hinterlegt wurden, sind auf der Karte mit einem gelben Sternchen markiert.

Organspende
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Kommentare im Forum (ganz unten) werden sukzessive in die Wissenskarte übertragen. Spielregeln beachten:

  • Beiträge sollten mit einer Frage beginnen oder auf eine Frage antworten
  • Wenn möglich, sollten Beiträge Bezug nehmen auf Elemente in der Argumentkarte oder auf andere Beiträge im Forum

 

Bis zu sieben Menschen können dank der Organe eines einzelnen toten Spenders überleben –  so die Statistik. Um die Spende zu ermöglichen, genügt ein Vermerk auf dem scheckkartengroßen Organspendeausweis, der in jedes Portemonnaie passt. So weit, so einfach. Viele Gründe sprechen aber auch gegen die Organspende: So die in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder ans Licht gekommenen Fälle, bei denen Krankenhausärzte offenbar Laborwerte von Patienten gefälscht hatten, um diesen einen besseren Platz auf den Wartelisten zu beschaffen. Sind diese Skandale bereits an sich ein Grund, die Spende zu verweigern?

Fehler bei der Todesfeststellung

Schwerer noch als die gefälschten Patientendaten wiegt vielleicht ein vor kurzem publik gewordener Fall, der sich 2005 in einem Düsseldorfer Klinikum ereignet hat. Wie ein im Dezember vergangenen Jahres an die Öffentlichkeit gelangter Untersuchungsbericht der Bundesärztekammer nahelegt, war in diesem Fall der Hirntod des Spenders nicht so gründlich untersucht worden, wie es das Transplantationsgesetz vorschreibt. Der Vorgang (siehe auch Silvia Matthies Bericht) lässt stark daran zweifeln, ob die vereinbarten Standards zur Diagnose des Hirntodes (der eine Voraussetzung für die Organentnahme ist) auch immer eingehalten werden. Der Vorfall ist kein Einzelereignis: Immer wieder kursieren Berichte darüber, dass Patienten zunächst fälschlich als hirntot diagnostiziert werden und dann doch wieder ins Leben zurückkehren.

Gibt es ein wissenschaftliches Kriterium für den Eintritt des Todes?

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