http://www.faz.net/-gwz-8vuuy

Eizellen profitieren : Erhöht Kaffee die Fruchtbarkeit?

  • -Aktualisiert am

Gegen das Altern: Koffein stimuliert Eizellen. Bild: dpa

Für manche kann ein Tag ohne eine Tasse Kaffee nicht richtig beginnen. Doch das Allround-Aufputschmittel hat offensichtlich auch eine erhebliche Wirkung auf befruchtungsfähige Eizellen.

          Kaffee ist offenbar ein Allround-Aufputschmittel für Eizellen – das gilt fürs Erste zumindest im Reagenzglas. Tatsächlich halten die Keimzellen in der Petrischale von Reproduktionsmedizinern unter Koffeineinfluss nicht nur länger durch als üblich,  sie sind offenbar auch in der Lage, nach einer Befruchtung eher überlebensfähige Embryonen zu bilden. Dies gilt bisher allerdings erst einmal nur für Eizellen von Mäusen, wie ein chinesisches Forscherteam der Huazhong-Universität in Wuhan jetzt online in der Fachzeitschrift „Oncotarget“ schreibt.

          Schon länger ist bekannt, dass Koffein als Stimulans bei zahlreichen Säugetierarten das Altern der Eizellen bremst. Die optimale Zeit für eine künstliche Befruchtung einer Eizelle liegt innerhalb eines Fensters von acht bis zwölf Stunden nach der Entnahme aus den Eierstöcken. Danach kommt es zum Auseinanderfallen jener Strukturen des sogenannten Spindelapparates, die für spätere Zellteilungen essentiell sind. Die Eizellen werden unbrauchbar. Für die Versuche wurden den Mäusen Eizellen und die sie ernährenden Kumuluszellen entnommen. Altert die Eizelle, trennen sich die Kumuluszellen ab. Unter Koffeineinfluss blieb die Entourage der Eizelle jedoch häufig erhalten. Die Forscher fanden heraus, dass unter Koffeineinfluss mehrere Kennzeichen des Alterungsprozesses ganz oder teilweise fehlten. Während 62 Prozent der Koffein-behandelten Zellen erfolgreich befruchtet wurden, gelang dies bei keiner herkömmlich kultivierten Eizellen.

          Weitere Themen

          Enzyme gegen Plastikmüll Video-Seite öffnen

          Zufällig erschaffen : Enzyme gegen Plastikmüll

          Forscher haben ein Enzym entdeckt, das PET zersetzt und für Bakterien verdaubar macht. Die Entdeckung könnte dabei helfen, das Problem mit dem Plastikmüll auf der Erde zu lösen.

          Topmeldungen

          Krisenerprobt: die Bamf-Zentrale in Nürnberg

          Korruption beim Bremer Bamf? : Gut beschützt im hohen Norden

          Das Bundesamt für Migration in Bremen soll zahlreiche Asylanträge bewilligt haben, die eigentlich abzulehnen waren. Die Vorgänge sind ein Fall für den Staatsanwalt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.

          Folgende Karrierechancen könnten Sie interessieren: