29.08.2006 · Frühjahr und Sommer beginnen in Europa durch die Klimaerwärmung knapp eine Woche früher als noch vor 35 Jahren. Das ergab eine Daten-Analyse aus 21 Ländern.
Der Beginn der Jahreszeiten hat sich in Europa in den vergangenen dreieinhalb Jahrzehnten um knapp eine Woche verschoben. Das hat eine Metaanalyse ökologischer Daten gezeigt, die an 542 Pflanzen- und 19 Tierarten in einundzwanzig europäischen Ländern gewonnen worden sind. Die europäische Studie mit mehr als zwei Dutzend Forschern wurde unter Leitung von Annette Menzel von der Technischen Universität München angefertigt („Global Change Biology“, Bd.12, S.1).
Frühjahr und Sommer kommen, gemessen etwa an Blütezeit, Fruchtreife und Verfärbung der Blätter, wegen der Klimaerwärmung sechs bis acht Tage früher als zu Beginn der siebziger Jahre. Der oft herrschende Eindruck, daß auch der Herbst Wochen zu früh anbricht, täuscht jedoch: Gemessen an der Blattverfärbung hat sich der Herbstbeginn in den vergangenen Dekaden um drei Tage nach hinten verschoben.