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Veröffentlicht: 12.04.2012, 16:51 Uhr

Nasa visualisiert Meeresströmung: das Video Blau-weißes Meeresrauschen aus dem Supercomputer

Golfstrom, Kanarenstrom, Kushiro - ein einzigartiger Videofilm der Nasa zeigt den weltweiten Verlauf der Meereströmungen. Einem Förderband gleich werden gewaltige Wassermassen rund um den Globus verschoben.

© NASA/SVS Ozeanoberfläche: Blau-weißes Meeresrauschen aus dem Supercomputer

Es ist eines der bisher aufwändigsten Klimarechenprojekte und heraus gekommen ist einer der ästhetischsten, jedenfalls entspannendsten, Wissenschaftsfilme: In einer Simulation der Meereszirkulationen auf dem Globus haben das Massachusetts Institute of Technology und das Nasa Jet Propulsion Laboratory in Greenbelt gewaltige Mengen an Daten und Algorithmen eingespeist.

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Vom Juni 2005 bis zum Dezember 2007 wurden die an Bord mehrerer Satelliten aufgezeichneten Messungen der Wasserströme gesammelt. Dabei gingen Höhenmessungen mit Radaranlagen ebenso ein wie Gravitationsdaten, optische Aufnahmen und Temperaturmessungen. Das Besondere des Visualisierungsprojektes „Ecco“ (Estimating the Circulation and Climate of the Ocean) besteht in der mathematischen Kombination solcher Beobachtungsdaten mit Rechenmodellen der Ozeanströme.

Chaos in zirkulierenden Gewässern

In der Forschung werden solche Modelle vielfach verwendet. So haben Forscher um Joaquim Pinto und Mark Reyers von der Universität Köln kürzlich in „Nature Geoscience“ über den Zusammenhang von Golfstrom und der Verstärkung von Tiefdruckgebieten im Nordostatlantik berichtet. In der Nasa-Visualisierung wurden die mit dem Modell ermittelten Muster in den großen Ozeanbecken so angepasst, dass die dargestellten Ströme die Beobachtungsdaten möglichst genau wiedergeben.

Die Wirbel in kleineren Küstenregionen werden allein vom Klimamodell erzeugt. Trotzdem soll die Simulation, wie die Nasa versichert, eine „realistische Darstellung sowohl der Ordnung wie des Chaos in den zirkulierenden Großgewässern der Erde“ sein. Der Animationsfilm ist auf unserer Webseite www.faz.net/ozean zu sehen.

Quelle: F.A.Z.

 

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