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Kontinentalverschiebung Ein fossiler Zeuge der Geschichte Afrikas

08.06.2004 ·  Das "Erste Runzelgesicht" informiert über die Erdgeschichte: Afrika hat wohl noch vor etwa 100 Millionen Jahren zur Landmasse des riesigen Urkontinents Gondwana gehört.

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Gut zehn Meter lang dürfte der fleischfressende Dinosaurier gewesen sein, dessen fossiler Schädel unlängst in der Sahara entdeckt worden ist. Die Echse, die in Anlehnung an ihr mutmaßliches Äußeres den Artnamen Rugops primus ("Erstes Runzelgesicht") erhielt, gehört zu der Gruppe der Abelisaurier.

Wie Forscher um Paul Sereno von der University of Chicago in der aktuellen Ausgabe der "Proceedings of The Royal Society B" berichten, waren Abelisaurier bislang praktisch nur aus Südamerika, Indien und Madagaskar bekannt. Paläontologen und Geologen schlossen daraus, daß diese drei Gebiete als Teile des Urkontinents Gondwana noch zusammenhingen, während sich Afrika schon vor etwa 120 Milionen Jahren abgespalten habe. Nun hat man in Niger gleich mehrere Vertreter der Abelisaurier aufgespürt. Dazu gehören ein Vorläufer, der vor 130 bis 110 Millionen Jahren gelebt hat, sowie etwa 110 Millionen Jahre alte Vertreter der zwei Untergruppen von Abelisauriern.

Das "Runzelgesicht" wurde auf 95 bis 100 Millionen Jahre datiert. In den Fossilfunden sieht Sereno einen Beweis für einen anhaltenden Austausch in der Fauna des Urkontinents. Demnach hätte Afrika noch vor etwa 100 Millionen Jahren zur Landmasse Gondwanas gehört.

Quelle: R.W., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.06.2004, Nr. 132 / Seite 50
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